Serotonin- und Noradrenalinmangel

Bei Depressionen ist häufig die Serotonin- und Noradrenalin-Konzentration im synaptischen Spalt sehr gering. Daher ist z. B. Serotonin ein anerkannter pharmakologischer Angriffspunkt bei der Behandlung von Depressionen. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sowie Johanniskraut hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin in die präsynaptische Nervenzelle und erhöhen so das zur Verfügung stehende Serotonin im synaptischen Spalt.

GABA-Synthese und -Mangel

Der Neurotransmitter GABA (ƴ-Amino-Buttersäure) spielt sowohl bei Angstzuständen als auch bei Schlafstörungen eine Rolle. Besondere Bedeutung für die Wirksamkeit von GABA hat der Neurotransmitter Serotonin, der die GABA-Synthese stimuliert und die GABA-Rezeptoraffinität erhöht.

Klinisch genutzt wird vor allem die angstlösende Wirkung von GABA, deshalb ist GABA der wichtigste Angriffspunkt in der Behandlung von Angstzuständen und Schlafstörungen.

Aber auch bei Depressionen spielt GABA eine Rolle: Die GABA-Spiegel von depressiven Personen im Gehirn sind niedrig6 und können durch antidepressive Behandlung erhöht werden.

Dopaminmangel

Dopamin ist im Körper verantwortlich für Glücksgefühle und das Belohnungssystem. Je weniger davon ausgeschüttet wird, desto trauriger und antriebsloser ist die jeweilige Person. Ein Dopaminmangel kann daher zu Depression und Antriebslosigkeit führen. Durch die Wirkung von Dopamin auf die körperliche Motorik kann ein zu niedriger Dopaminspiegel außerdem zur Parkinson-Krankheit führen. Diese ist nachweislich untrennbar mit einem Dopaminmangel verbunden – bei Menschen mit Parkinson ist die Dopaminkonzentration im Gehirn bis zu 90 Prozent geringer als bei gesunden Menschen.