Isothiocyanate werden im oberen Gastrointestinaltrakt (Dünndarm) aufgrund ihrer lipophilen Eigenschaften schnell und vollständig resorbiert. Damit wird die Darmflora in tieferen Darmabschnitten nicht beeinträchtigt. Die Blut-Hirn-Schranke können Isothiocyanate nicht überwinden.

Der Transport von der mukosalen zur intestinalen Seite des Dünndarms über das Dünndarmepithel erfolgt vermutlich passiv. Im Blut werden die Isothiocynate an Erythrozyten und Serumproteine gebunden und sind somit an den beabsichtigten Wirkorten (Niere/ableitende Harnwege, Lunge) biologisch verfügbar. Demnach werden bei entsprechender Dosierung auf diese Weise therapeutisch wirksame Konzentrationen der Isothiocyanate im Urin erreicht. [15]