Obwohl orale Kontrazeptiva zu den sichersten Verhütungsmethoden zählen, verschiebt sich das Nutzerverhalten seit dem rezeptfreien Zugang zur Pille danach: Die Abgabe von Notfallkontrazeptiva und die Verwendung natürlicher Methoden steigen, während orale Kontrazeptiva seltener verschrieben werden. Grund dafür scheint eine wachsende Hormonskepsis zu sein, die bereits in Umfragen sichtbar wurde.

Im Zuge der Hormonskepsis werden häufig generalisierte Nebenwirkungsannahmen geäußert, die jedoch weder auf alle Präparate noch auf alle Patientinnen gleichermaßen zutreffen. Umso entscheidender ist eine individualisierte Wahl des Verhütungsmittels – mit einem sachlichen Blick auf mögliche Risiken, aber ebenso auf die kontrazeptiven und nicht-kontrazeptiven Vorteile, wie etwa die Reduktion endometrioseassoziierter Beschwerden – sowohl im ärztlichen Gespräch als auch in der Beratung in der Apotheke.

Für das Gespräch in der Apotheke bieten die folgenden Unterlagen eine kompakte Übersicht über die Entwicklung hormoneller Verhütung, die zunehmende Hormonskepsis, mögliche Ursachen sowie belegte Vorteile oraler Kontrazeptiva. 

Infoblatt Studie Verhütungsverhalten

IQVIA- Absatzentwicklung von Notfall-Kontrazeptiva

DAP Report Moderne Verhütung im Faktencheck
Abbildung vom DAP Report Moderne Verhütung im Faktencheck

Der folgende DAP Report beleuchtet neben den Vorteilen auch im Zusammenhang mit der Pille häufig kritisch diskutierte Aspekte, darunter venöse Thromboembolien, psychische Gesundheit, Libido und Fruchtbarkeit.

Interview mit Angela Hemme (Geschäftsführerin, ÄGGF) und Heike Warmers (Apothekerin und Chefredakteurin digital, DAP)

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