Antidementiva

Austauschbarkeit von Antidementiva

Bei Alzheimer-Patienten handelt es sich um eine kritische Patientengruppe, bei der es leicht zu Compliance-Problemen kommen kann. In der Regel handelt es sich um ältere Patienten, die oft multimorbid sind und mehrere verschiedene Arzneimittel einnehmen müssen. Die Einhaltung des Therapieplans fällt dann oft schwer. Erhält der Patient aufgrund einer Arzneimittelsubstitution in der Apotheke ein anderes als das ihm bekannte Medikament, kann er aufgrund des anderen Namens und Aussehens zusätzlich verunsichert sein. Gerade bei der Behandlung von Alzheimer-Demenz ist aber eine regelmäßige Einnahme unerlässlich, damit die Symptome so gut wie möglich bekämpft und ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt wird. Daher sollte bei der Abgabe von Antidementiva jeweils im Beratungsgespräch erörtert werden, ob ein Präparatewechsel aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen den Therapieerfolg gefährdet. Ist dies der Fall, dann sollte der Apotheker den Austausch durch Anmerken pharmazeutischer Bedenken verhindern.