DAP Lexikon

Aut-idem-Substitution

Apotheken sind dazu verpflichtet, preisgünstige Arzneimittel abzugeben, die im Verhältnis zum verordneten Arzneimittel „aut-idem-­konform“ sind. Der Rahmenvertrag regelt in § 4 die Details zu dieser Aut-idem-­Substitution. Danach muss die Apotheke ein preisgünstiges Arzneimittel auswählen, wenn der Arzt entweder nur mittels Wirkstoffnamen verordnet hat oder wenn der Arzt ein konkretes Arzneimittel verordnet, den Austausch aber nicht mittels Aut-idem-­Kreuz unterbindet.

Folgende Voraussetzungen muss das Alternativpräparat erfüllen:

  • gleicher Wirkstoff
  • identische Wirkstärke
  • identische Packungsgröße
  • gleiche oder austauschbare Darreichungsform
  • Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet

Dabei darf der Austausch nicht den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften entgegenstehen.

Bevorzugt müssen Rabattarzneimittel abgegeben werden. Die Nichtabgabe eines Rabattarzneimittels (z. B. im Notdienst, im Aktufall, aufgrund von Pharmazeutischen Bedenken oder Lieferschwierigkeiten) muss auf dem Rezept dokumentiert werden, ansonsten droht eine Retaxation. Wird kein Rabattarzneimittel abgegeben, so kann die Apotheke entweder das verordnete Präparat abgeben oder eines der drei preisgünstigsten. Liegt eine Wirkstoffverordnung vor, so muss eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel ausgewählt werden.