1.3 Bronchien

Die Bronchien, bestehend aus Hauptbronchien, Lappenbronchien und Segmentbronchien, sind die luftleitenden Teile der Lunge, die sich bis hin zu den Lungenbläschen (Alveolen) fortlaufend verzweigen und blind enden. Aufgrund der verzweigten Struktur spricht man auch vom Bronchialbaum. Die Bronchien teilen sich an einer Teilungsstelle (Bifurcatio tracheae) in den linken und rechten Hauptbronchus auf, wobei letzterer weiter ist und steiler nach unten verläuft. Deshalb gelangen aspirierte Fremdkörper meist in den rechten Hauptbronchus. Der Hauptbronchus verzweigt sich weiter in die Lappenbronchien: auf der rechten Seite drei an der Zahl, auf der linken Seite zwei. Die Lappenbronchien gehen schließlich in die Segmentbronchien über (jeweils zehn, links 7. und 8. Segmentbronchus meist verschmolzen). Die Bronchien verzweigen sich immer feiner, bis hin zu den Bronchioli, die weniger als 1 mm Durchmesser aufweisen. Der Gasaustausch findet schließlich in den Alveolen statt, auf deren Höhe die Blutgefäße des kleinen Kreislaufs (Arteria und Vena pulmonalis) ein ausgedehntes Kapillarnetz bilden.

Die Bronchien sind mit respiratorischem Flimmerepithel ausgekleidet, das zahlreiche Becherzellen aufweist. In den stark verzweigten Bronchien sind zudem viele endokrine Zellen im Epithel lokalisiert, die Einfluss auf die Lungendurchblutung und den Spannungszustand der Bronchialmuskulatur haben. [1]