Die Bewertung eines Schmerzreizes ist individuell sehr unterschiedlich. Deshalb kann es vorkommen, dass ein vergleichbarer Schmerzreiz von einer Person als starker Schmerz, von einer anderen hingegen als geringer Schmerz empfunden wird. Ursächlich für die Differenzen sind wahrscheinlich unterschiedliche Aktivitäten des schmerzhemmenden Systems und Unterschiede bei der emotionalen, affektiven Verarbeitung des Schmerzes. Letztere lässt sich z. B. durch Psychopharmaka beeinflussen, die in der Therapie mancher Schmerzformen eingesetzt werden. [2]

Um die subjektive Schmerzstärke eines Patienten zu messen, werden Schmerzskalen verwendet. Der Patient kreuzt an, als wie stark er die aktuellen Schmerzen einschätzt. Verwendet werden numerische Skalen oder visuelle Skalen (s. u.). Mit den Ergebnissen lässt sich der individuelle Therapieerfolg verfolgen. Da Schmerzbewertung individuell ist, sind die Ergebnisse nicht mit denen anderer Patienten vergleichbar.

Abb. 3: Numerische Rating-Skala (NRS) zur Erfassung der Schmerzstärke

Abb. 4: Visuelle Analog-Skala (VAS) zur Erfassung der Schmerzstärke