Eine Kundin kommt in die Apotheke und berichtet, dass ihr Arzt festgestellt hat, dass sie unter einer Rosacea erythematosa leidet.

K = Kundin, A = Apothekenmitarbeiter/in

K: Guten Tag. Mein Arzt hat festgestellt, dass ich unter einer Rosacea des Subtyps I leide und empfohlen, mich in der Apotheke bezüglich einer geeigneten medizinischen Hautpflege zu erkundigen. Können Sie mir da weiterhelfen?
A: Aber ja, sehr gerne. Viele Menschen leiden unter Rosacea, es ist eine häufige Hauterkrankung. Mit der richtigen Pflege und konsequenter Anwendung eines Sonnenmittels kann man die Rosacea aber sehr gut unter Kontrolle halten. Was haben Sie grundsätzlich für einen Hauttyp?
K: Meine Haut ist grundsätzlich sehr empfindlich und eher eine Mischhaut, würde ich sagen.
A: Wie reinigen Sie Ihre Haut?
K: Nur mit Wasser und Seife.
A: Seife sollten Sie eher vermeiden, sie irritiert die Haut häufig noch zusätzlich. Ich empfehle Ihnen eine antientzündliche Reinigungsmousse für sensible Haut und anschließend die Anwendung eines kühlenden Gesichtstonikums, um den Haut-pH-Wert zu regulieren. Damit bereiten Sie Ihre Haut optimal auf die anschließende Pflege vor.
K: Wie wende ich eine Reinigunsmousse an?
A: Morgens und abends verteilen Sie zwei bis drei Hübe auf Ihr Gesicht, massieren es leicht ein, lassen es kurz einwirken und spülen es mit lauwarmen Wasser ab. Anschließend geben Sie etwas von dem Tonic auf einen Wattepad und tragen es gleichmäßig auf. Ganz einfach.
K: Und welche Creme empfehlen Sie mir? Gibt es auch etwas Schützendes?
A: Ja, Sie sollten nach erfolgter Reinigung zunächst ein antientzündliches, gefäßverengendes und kühlendes Gel verwenden und erst anschließend eine leichte Tagescreme mit Lichtschutzfaktor. Für die Nacht reicht eine leichte feuchtigkeitsspendende Gelcreme mit Bisabolol und Panthenol sowie einem leicht desinfizierenden Wirkstoff wie Salicylsäure.
K: Ist eine Säure nicht eher schädlich?
A: Nein, die Salicylsäure desinfiziert und wirkt damit entzündungshemmend. Außerdem hat sie leicht verhornungserweichende Eigenschaften, die für ein ebenmäßigeres Hautbild sorgen.
K: Wunderbar, vielen Dank! Das probiere ich alles gerne aus und nehme es mit, wenn ich damit meine rosa Bäckchen in den Griff bekomme.
A: Ganz bestimmt. Versuchen Sie aber zusätzlich Hitze und Stress zu vermeiden und Ihren Konsum von Kaffee, Tee, Alkohol, aber auch von scharfem Essen zu reduzieren. Diese können alle leicht eine Rötung bewirken.
K: Oh, vielen Dank für den Tipp und auf Wiedersehen.