1. Beschwerdebild Rosacea

Rosacea, auch Gesichtsrose, Couperose, Erythrosis facialis oder fälschlich Acne rosacea genannt, ist eine verbreitete, nichtinfektiöse, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht befällt. Ca. fünf bis sieben Prozent der Erwachsenen in Deutschland sollen laut Schätzungen an einer Rosacea erkrankt sein [Quelle 6]. Sie ist grundsätzlich durch das Auftreten von Flushs, persistierende Erytheme, sichtbare Kapillarerweiterungen und Pusteln gekennzeichnet. Auch die Augen können betroffen sein, dann meist in Verbindung mit einer Konjunktivitis oder Blepharitis.

Durch die hauptsächlich faziale Lokalisation empfinden viele Betroffene die Erkrankung als entstellend und leiden je nach Ausprägung mehr oder weniger stark zugleich an den möglichen psychosozialen Folgen (Stigmatisierung, Ausgrenzung).

Die Rosacea taucht meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen in der Regel früher erkranken und dreimal häufiger betroffen sind als Männer. Die höchste Prävalenz bei Frauen liegt zwischen dem 61. und 65. Lebensjahr. Bei Männern taucht die Erkrankung etwas später auf, so dass vor allem die Altersgruppe von 76 bis 80 Jahre betroffen ist [Quelle 3]. Männer entwickeln meist schwerere Formen der Rosacea. Insgesamt liegt die Prävalenz bei ca. 2 % in Süd- und 10 % in Nordeuropa [Quelle 4].

Sehr hellhäutige Menschen der Hautklassen I–II (keltischer und nordischer Typ, gemäß Hauttypen nach Fitzpatrick) sind grundsätzlich häufiger betroffen, aber auch die dunkelhäutigen Typen der Klassen IV–V (dunkler und schwarzer Hauttyp) können grundsätzlich an einer Rosacea erkranken.

Die Rosacea verläuft chronisch-progredient in Schüben. Diese werden je nach Schweregrad der Symptome weiter in Subtypen differenziert. Klinische Unterformen wie der Morbus Morbihan (v. a. Männer) oder die Rosacea fulminans (v. a. junge Frauen) sind eher selten.

Merke: Die Rosacea ist eine nicht-infektiöse chronische Gesichtsdermatose.