Zertifizierte Fortbildung Latente Azidose

Liegt eine chronische Azidose vor, ist eine Basensupplementierung in der Regel sinnvoll und sogar geboten, um mögliche Folgeschäden zu vermeiden. Auch während einer Diät zur Gewichtsreduktion ist eine Basensupplementierung sinnvoll. Es sind unterschiedliche Substanzen und Gemische erhältlich. Vorzuziehen sind magenverträgliche Präparate, die sich durch eine Freisetzung im Dünndarm und ausbleibende CO2-Bildung im Magen (häufige Ursache für unangenehmes Aufstoßen und Blähungen) auszeichnen.

Man unterscheidet zwei Arten von basischen Mineralstoffen: organische und anorganische. Organisch gebundene Mineralstoffe sind an Anionen wie Citrat, Gluconat, Lactat oder Malat gebunden, während anorganisch gebundene Mineralstoffe an Anionen wie Bicarbonat, Carbonat, Nitrat oder Oxid gebunden sind.

Organische Mineralstoffe sind meist gut magen- und darmverträglich und dissoziieren erst im Dünndarm, weswegen ihr Einfluss auf den pH-Wert des Magensaftes zwar gering ist, der basische Effekt dafür aber verzögert eintritt.

Im Gegensatz dazu dissoziieren anorganische Mineralstoffe in der Regel bereits im Magen unter Bildung von Kohlendioxid:

 

Natriumbicarbonat zerfällt unter Säureeinfluss (Magensaft, v. a. Salzsäure = HCl) zu Wasser, Kohlendioxid, Natrium und Chlorid. Der pH-Wert des Magensaftes verändert sich dadurch (Magensäure wird neutralisiert) und die verbrauchte Magensäure wird in den Belegzellen der Magenschleimhaut verstärkt nachproduziert. Gleichzeitig bildet die Magenschleimhaut auch eine äquivalente Menge an Bicarbonat. Die Salzsäure wird dabei ins Mageninnere abgegeben, während das Bicarbonat in den Blutkreislauf gelangt (schneller basischer Effekt). Dadurch herrscht zeitweilig eine hohe Konzentration von Bicarbonat im Blut (Basenflut). Das basischere Blut durchfließt das Bindegewebe und neutralisiert die dort zwischengelagerten Säuren.

Die Einnahme der in Basenpräparaten enthaltenen Mineralstoffe wie Calcium-, Natrium-, Magnesium- oder Kaliumsalze hat auch zusätzliche Vorteile. Calcium und Magnesium sind für den Energiestoffwechsel, die Muskeln und die Knochen wichtig, während Natrium und Kalium Antagonisten bei vielen physiologischen Vorgängen sind. Sie beeinflussen zum Beispiel den Wasserhaushalt und die Zellerregbarkeit. Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn das Basenpräparat Zink enthält. Zink ist wertvoll für die Bildung von Puffersubstanzen und somit für den Erhalt eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts. Außerdem unterstützt es den Fettsäureund Kohlenhydratstoffwechsel des Körpers. Darüber hinaus spielt Zink auch eine wichtige Rolle für die Gesunderhaltung der Haut, Haare und Nägel sowie der Knochen und bei der Immunabwehr.

Wann kann die Unterstützung des Säure-Basen-Haushaltes empfohlen werden?

  • Bei Fastenkuren oder Diäten
  • Bei einer eiweißreichen Ernährung mit viel Fleisch, Wurst und Milchprodukten
  • Wenn zu wenig basenreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Salat konsumiert werden
  • Bei langanhaltenden Stressphasen, Müdigkeit und Erschöpfung
  • Bei exzessiver sportlicher Betätigung
  • Im Alter
  • Bei Hautproblemen
  • Bei Gelenk- und Muskelbeschwerden

Während des Beratungsgesprächs ist es immer vorteilhaft, dem Kunden den Nutzen eines empfohlenen Produktes zu verdeutlichen. Abschließend sollte das Gespräch daher mit einer Zusammenfassung der Vorteile, die mit einer Basensupplementierung einhergehen können, enden.

Die Unterstützung des Säure-Basen-Haushaltes:

  • Unterstützt das Abnehmen, verhindert einen „Abnehmstopp“
  • Verbessert die Leistungsfähigkeit
  • Erhöht die Vitalität
  • Verbessert das Hautbild
  • Vermindert Schmerzen bei Rückenschmerzen und rheumatoider Arthritis
  • Verbessert die (Gelenk-) Beweglichkeit
  • Reduziert ggf. den Schmerzmittelkonsum
  • Entlastet den Stoffwechsel
  • Entlastet das Bindegewebe 
  • Verbessert die Knochendichte
  • Verbessert die Lebensqualität