Zertifizierte Fortbildung Latente Azidose

Stress sowie seelische Belastungen können ebenfalls zu einem Anstieg der Säurebelastung führen. Stress steigert den Stoffwechsel und es entstehen dabei vermehrt Säuren als Zwischen- und Endprodukte. Neben einer Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin führen stressige Bedingungen auch zu einem erhöhten Herzschlag und Blutdruck sowie zu einer erhöhten Atemfrequenz bei gleichzeitiger Abnahme der Atemtiefe. Es werden zudem vermehrt Fettsäuren freigesetzt und Milchsäuren gebildet (bei Sauerstoffmangel durch Abnahme der Atemtiefe/flache Atmung). Durch eine flache Atmung wird gleichzeitig auch weniger CO2 abgeatmet, wodurch der Gehalt an Kohlensäure im Blut steigt. Außerdem kommt es unter Stress vermehrt zu Muskelverspannungen und damit einhergehend auch zu einer Beeinträchtigung des Säureabtransports [14]. All diese Faktoren fördern eine zusätzliche Säurebelastung des Körpers und können schließlich zu einer Azidose führen.