3.2 Beratung im Rahmen der Selbstmedikation

Da die Haut von Neurodermitispatienten von Grund auf sehr empfindlich und trocken ist, ist eine gute Basispflege das A und O. Das gilt sowohl, wenn die Haut zwischen zwei Schüben symptomfrei ist, als auch in Zeiten einer wirkstoffhaltigen Therapie. Welches Pflegeprodukt das geeignete ist, kann gemeinsam mit dem Arzt besprochen werden, ggf. unter Einbeziehung der Ergebnisse eines Allergietests. Verwendete Salbengrundlagen enthalten häufig Stoffe, die die Hautbarriere stärken sollen und zudem die Hauttrockenheit kompensieren. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Hautpflege so wenig potenziell reizende Stoffe wie Duftstoffe, Konservierungsmittel und Alkohole wie möglich enthält. Es bieten sich insbesondere Produkte an, die speziell auf sehr empfindliche und allergische Haut abgestimmt sind. Diese Präparate werden zum Teil vom Deutschen Allergie- und Asthmabund empfohlen. Voraussetzung dafür ist, dass die Rezeptur folgende Stoffe nicht enthält:

  • Duftstoffe, Aromastoffe, ätherische Öle
  • Konservierungs- oder Farbstoffe, die als Kontaktallergene bekannt sind
  • Weitere Inhaltsstoffe, die als Kontaktallergene bekannt sind, wie z. B. Lanolin, Kolophonium
  • Stark irritative Inhaltsstoffe, die bereits in geringen Mengen beispielsweise Irritationen der Schleimhäute, Augen oder Haut auslösen können