1.5 Einflussfaktoren und Auslöser

Die Liste der Faktoren, die einen Neurodermitisschub hervorrufen können, ist lang. Zu den wichtigsten zählen:

  • Faktoren, die die Haut austrocknen (z. B. häufiges Waschen)
  • Allergene, die eingeatmet (z. B. Hausstaubmilbenkot, Pollen, Tierhaare) oder verzehrt (Nahrungsmittelallergene wie z. B. Kuhmilch, Hühnereier, Weizen oder Soja) werden
  • Irritierende Stoffe auf der Haut wie z. B. Wollkleidung oder Kontakt mit Reinigungsmitteln, Duft- oder Konservierungsstoffen
  • Besiedelung der Haut mit Bakterien, Viren oder Pilzen (mikrobielle Antigene) bei vorhandener Neurodermitis
  • Klimafaktoren wie extreme Kälte, Trockenheit oder Schwüle
  • Umweltgifte wie Ozon, Dieselabgase oder Tabakrauch
  • Psychische Belastung, Stress

Psychische Faktoren galten vor einigen Jahrzehnten als eine der Hauptursachen der Neurodermitis. Tatsächlich stehen die Erkrankung und ihre Symptomatik in einer Wechselbeziehung zum psychischen Befinden. Es ist möglich, dass Stress eine Neurodermitis verschlimmert, jedoch sind auch umgekehrt die Symptome, vor allem der nächtliche Juckreiz, seelisch belastend. Es gilt heute jedoch als überholt, in einem gestörten Eltern-Kind-Verhältnis oder gar einer bestimmten Neurodermitis-Persönlichkeit die Ursache der Erkrankung zu sehen.