Patienten mit Diabetes mellitus kontrollieren zum Teil mehrmals täglich (s. o.) selbständig ihre Blutzuckerwerte mithilfe von Blutzuckermesssystemen. Im Wesentlichen können dabei drei Messmethoden unterschieden werden:

  • Photometrische Messung
  • Amperometrische Messung (elektrochemische Methode)
  • Nicht invasive Messung

Gegenwärtig arbeiten Blutzuckermesssysteme, die zur Selbstkontrolle eingesetzt werden, in der Regel nach der Methode der amperometrischen Messung (elektrochemische Methode), die nur eine geringe Blutmenge erfordert, um in kürzester Zeit den Blutzuckerwert anzuzeigen. Bei dieser Messmethode kommt das Blut im Testfeld in Kontakt mit dem Enzym Glukoseoxidase und mit verschiedenen Elektroden. Der Blutzuckerwert wird dann über den Strom bestimmt.

Die gemessenen Blutzuckerwerte dürfen laut ISO-Norm zu einem gewissen Prozentsatz vom tatsächlichen Wert abweichen (s. Kapitel 5: ISO-Norm von Blutzuckermesssystemen).

Bei Blutzuckermesssystemen, die auf einer photometrischen Messung basieren, reagieren die in einem Teststreifen eingelagerten chemischen Stoffe mit dem Blut. In der Folge kommt es zu einer Farbänderung des Testfelds, mit der das Messsystem den Blutzucker bestimmen kann.

Abb. 2: Blutzuckermessgerät, das auf amperometrischer Messung (elektrochemische Methode) beruht

Bei der nicht invasiven Methode kann der Blutzuckerwert ohne Blutabnahme gemessen werden. Prinzipiell ist mit Hilfe nicht invasiver Verfahren ein dauerhaftes Monitoring des Blutzuckerspiegels möglich, viele Geräte mit dieser Methode sind jedoch noch in der Entwicklungsphase mit mehr oder weniger großen Erfolgsaussichten.