Die Bezeichnung „Diabetes mellitus“ bedeutet übersetzt „honigsüßer Durchfluss“ und spielt auf das Hauptsymptom der Krankheit, die Ausscheidung von Zucker im Urin, an. Genau genommen ist der häufig verwendete Kurzbegriff „Diabetes“ nicht eindeutig, da es zum Beispiel auch einen Diabetes insipidus (sog. Wasserharnruhr) gibt, bei dem es sich um eine relativ seltene Hormonmangelerkrankung handelt.

In den Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) [2] wird Diabetes mellitus als Sammelbegriff für verschiedenartige (heterogene) Störungen des Stoffwechsels definiert, deren Leitbefund die chronische Hyperglykämie ist, also die dauerhafte, von der Norm abweichende Erhöhung der Glukosekonzentration im Blut.

Gemäß diesen Praxisempfehlungen ist die Ursache des Diabetes mellitus:

  • eine gestörte Insulinsekretion
  • oder eine gestörte Insulinwirkung
  • oder beides