2.4 Myrrhe, Kamillenblüten und Kaffeekohle als begleitende Therapieoption

Die Kombination der pflanzlichen Stoffe Myrrhe, Kamillenblüten und Kaffeekohle wird seit vielen Jahren traditionell zur Unterstützung der Magen-Darm-Funktion eingesetzt. In den letzten Jahren konnten durch pharmakologische Studien neue Erkenntnisse zur Wirkweise der einzelnen Arzneipflanzen sowie ihrer synergistischen Wirkung gewonnen werden. Im Rahmen kontrollierter Studien wurde außerdem festgestellt, dass die Pflanzenkombination unter klinischen Bedingungen wirksam, verträglich und sicher ist.

Die Unterstützung der Magen-Darm-Funktion kann im Rahmen einer Therapie bei akuten und chronischen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Reizdarmsyndrom sinnvoll sein und zusätzlich zur Linderung der Symptome führen. Im Folgenden werden die drei Arzneidrogen Myrrhe, Kamillenblüten und Kaffeekohle sowie die neuen Erkenntnisse zu ihrer Wirksamkeit näher vorgestellt.

2.4.1 Wirkstoffkomponente Myrrhe

Myrrhe (lat. Myrrha) ist das Gummiharz der Baumart Commiphora molmol und anderen Commiphora-Arten aus der Familie der Burseraceae. Die rötlich-braunen Körner bilden sich, nachdem das spontan oder nach Verletzung aus der Rinde ausgetretene Harz an der Luft getrocknet ist. Das Harz der Myrrhe besteht aus einem ethanollöslichen Teil (ca. 40–60 %) und einem ethanolunlöslichen Teil. Letzterer wird auch als „Rohgummi“ oder „Rohschleim“ bezeichnet.13

Typische Inhaltsstoffe des Gummiharzes:

  • In der alkohollöslichen Fraktion:
    • Ätherisches Öl (ca. 2–10 %), überwiegend ein Gemisch von Sesquiterpenen; typisch für Myrrhe sind Furano-Sesquiterpene (z. B. Furanoeudema- 1,3-dien)
    • Komplex von Diterpensäuren, z. B. α-, β-, ƴ-Commiphorasäuren und ihre Ester
    • Triterpensäuren, -alkohole und -ester
  • In der alkoholunlöslichen Fraktion:
    • Gemisch von Proteoglukanen, hauptsächlich mit einem hydroxyprolinreichen Proteinanteil und den Zuckerbausteinen Arabinose, Galactose und 4-O-Methyl-Glucuronsäure
    Der typische Geruch und der Geschmack der Myrrhe werden durch das Furanogermacran-Derivat 5-Acetoxy- 2-methoxy-4,5-dihydrofuranodien-6-on verursacht.13

Abb. 11: Commiphora molmol, © Vladimir Melnik – stock.adobe.com

Abb. 12: Myrrhenharz, © visuals-and-concepts – stock.adobe.com

Wirkungen der Myrrhe

Einige Sesquiterpenfraktionen im ätherischen Öl der Myrrhe zeigen schleimhautprotektive und analgetische Effekte, antimikrobielle sowie antimykotische Wirkungen. Myrrhenextrakte wirkten im In-vivo-Modell an der Ratte antiphlogistisch und antipyretisch. In vitro hemmten bestimmte Extrakte das Wachstum von Tumorzelllinien.13–15

Spasmolytische Wirkung der Myrrhe

Eine Studie (2015) zeigte zudem, dass ethanolischer Myrrhenextrakt spasmolytisch wirkt. Untersucht wurde der Einfluss auf den Muskeltonus und auf Acetylcholin-induzierte Kontraktionen an unbehandelten und entzündeten Dünndarm-Präparaten der Ratte. Die Zugabe von Myrrhenextrakt führte jeweils zu einer deutlichen Reduktion der durch Acetylcholin ausgelösten Kontraktionen.

Um zu bestätigen, dass der Myrrhenextrakt antagonistisch am Calciumkanal wirkt, wurden die Konzentrations- Wirkungskurven an unbehandelten und entzündeten Dünndarmpräparaten aufgezeichnet. Hierbei kam es bei den mit Myrrhenextrakt versetzten Dünndarmpräparaten, ebenso wie bei der Kontrollsubstanz Nimodipin (Calciumkanal-Antagonist), zu einer Rechtsverschiebung der Konzentrations-Wirkungskurven. Die Ergebnisse sprechen für einen kompetitiven Antagonismus des Myrrhenextrakts am L-Typ-Calciumkanal (vgl. Abb. 13).16

Abb. 13: Einfluss eines ethanolischen Myrrhenextraktes (MY, 50–1.000 μg/ml) auf die Acetylcholin (ACh)-induzierten Kontraktionen an unbehandelten (A) und entzündeten (B) Ileum/Jejunum-Präparaten der Ratte.

Barrierestabilisierende Wirkung der Myrrhe

Störungen der Darmbarrierefunktion werden heute als entscheidender Schritt bei der Entstehung von verschiedenen Darmerkrankungen und extraintestinalen Erkrankungen gesehen. Eine aktuelle Studie (2017) zeigte, dass Myrrhe einer negativen Umstrukturierung der Zellabdichtungsstruktur in der Darmschleimhaut (Tight-Junctions) entgegenwirkt und so die Darmbarriere stabilisiert.

Tight-Junctions sind Heteropolymere, die sich aus Occludin und Proteinen der Claudin-Familie zusammensetzen und die Zellmembranen benachbarter Epithelzellen (z. B. im Darmepithel) verbinden. Sie schützen das interzelluläre Milieu eines Organs und bilden im gesunden Organismus eine Barriere, die die interzelluläre Diffusion unterbindet. Intestinale Entzündungen führen zu einer gestörten Barrierefunktion.

Die Messungen wurden an einer Kolonepithel-Zellinie (HAT-29/B6) und Caco-2-Monolayern, die Dünndarmeigenschaften aufweisen, durchgeführt. Untersucht wurde unter anderem, wie Myrrhenextrakt die epitheliale Barrierefunktion durch Tight-Junctions beeinflusst – in Gegenwart des Zytokins TNF-α (ein Signalstoff, der an Entzündungsprozessen beteiligt ist).

Es konnte gezeigt werden, dass Myrrhe die Darmbarriere vor schädlichen Umstrukturierungen der Tight-Junctions, die durch das entzündungsfördernde Zytokin TNF-α hervorgerufen werden, schützt.17

Anwendungsgebiete

Myrrhe wird bei Entzündungen des Zahnfleischs und der Mundschleimhaut, leichten Hautentzündungen, kleinen Wunden und Schürfungen, unterstützend bei Rachenschleimhaut- und Mandelentzündungen sowie bei Magen-Darm-Störungen (z. B. Krämpfen) eingesetzt.13

2.4.2 Wirkstoffkomponente Kamille

Die echte Kamille (Matricaria recutita L.) ist eine der ältesten genutzten Heilpflanzen. Pharmazeutisch relevant sind die getrockneten Blütenköpfe (Matricariae flos) von Matricaria recutita L. aus der Familie der Asteraceae.13

Typische Inhaltsstoffe

  • Ätherisches Öl (0,3–1,5 %), insbesondere (-)α-Bisabolol oder Bisabololoxide A und B
  • Sesquiterpenlactone, Matricin und Matricarin sowie die bei der Wasserdampfdestillation entstehenden Azulene (Chamazulen, Spathulenol)

Die therapeutisch wirksamen Inhaltsstoffe finden sich teilweise in dem blaugrünen ätherischen Öl, das durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird.13

Wirkungen der Kamillenblüten

Kamillenextrakte und Inhaltsstoffe wie Chamazulen, Bisabolol und Apigenin sind hinsichtlich der pharmakologischen Wirkungen umfassend untersucht. Es werden antiinflammatorische, antiexsudative, antipyretische, spasmolytische, antiulzerogene, wundheilungsfördernde und antimikrobielle Effekte beschrieben.

Die Wirksamkeit von Kamillenblütenextrakten bestätigte sich auch in kontrollierten klinischen Studien, zum Beispiel bei Patienten mit gastrointestinalen Beschwerden.13

Abb. 14: Kamillenblüten, © Christian Jung – stock.adobe.com

Abb. 15: Getrocknete Kamillenblüten, Matricariae flos, © womue – stock.adobe.com

Anwendungsgebiete

Zu den Anwendungsgebieten gehören Haut- und Schleimhautentzündungen, bakterielle Hauterkrankungen einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleisches, entzündliche Erkrankungen und Reizzustände der Luftwege (Inhalationen), Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich (Bäder und Spülungen) und gastrointestinale Beschwerden wie Krämpfe, Blähungen, Flatulenz oder Aufstoßen und entzündliche Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts.13

2.4.3 Wirkstoffkomponente Kaffeekohle

Die medizinisch verwendete Kaffeekohle (Coffeae carbo) wird aus speziell gerösteten und anschließend vermahlenen, getrockneten Früchten (meist Coffea arabica) hergestellt. Es entsteht ein Pulver mit einer stark vergrößerten porösen Oberfläche.18

Typische Inhaltsstoffe

  • Coffein (1,3,7-Trimethylxanthin); verglichen mit Rohkaffee enthält Kaffeekohle noch ca. 75 % des Coffeins
  • Chlorogensäuren, Kaffeesäuren (ca. 1,3–4,4 %)
  • Trigonellin (ca. 0,4 %)

Wirkungen der Kaffeekohle

Kaffeekohle zeigt adsorbierende und adstringierende Effekte. Chlorogensäure wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und regt die Magensaftsekretion an. Durch den Röstprozess wird die Chlorogensäure teilweise abgebaut. Bei der thermischen Zersetzung des Trigonellins entsteht Nikotinsäure, die bei Aufnahme in den Organismus in das B-Vitamin Nikotinsäureamid umgewandelt wird. Kaffeekohle enthält außerdem Melanoide, die durch die Maillard-Reaktion entstehen.19,20

Anwendungsgebiete

Reine Kaffeekohle wird zur symptomatischen Behandlung unspezifischer, akuter Durchfallerkrankungen eingesetzt.18

Abb. 16: Coffea arabica, © Marina Lohrbach – stock.adobe.com

2.4.4 Synergismus der drei Pflanzenextrakte

Die Kombination der drei Arzneidrogen Myrrhe, Kamillenblüten und Kaffeekohle wirkt laut einer aktuellen Untersuchung (2017) stärker antiinflammatorisch als die einzelnen Komponenten alleine. Dies spricht für einen synergistischen Effekt der Pflanzenkombination.

Die synergistische Wirkung der drei Komponenten wurde in Mikroarray-Genexpressionsuntersuchungen an Zellen der humanen monozytären Zelllinie THP-1 weiter erforscht. Die Zellen werden mit Lipopolysacchariden oder Phorbolestern stimuliert und differenzieren sich daraufhin zu makrophagenähnlichen, adhärenten Zellen aus. Es wurde festgestellt, dass alle drei Pflanzenextrakte in diesem Modell die Genexpression und Proteinfreisetzung des Chemokins CXL13 hemmten. Dieses Chemokin begünstigt lymphatische Wucherungen und wird für die Chronifizierung von Läsionen an der Darmmukosa verantwortlich gemacht.

Die Kombination verschiedener Extrakte zeigte eine Effektverstärkung gegenüber den Einzelwirkungen. Die Kombinationen mit Kaffeekohle zeigten hierbei einen stärkeren Synergismus als die Kombination von Myrrhe und Kamillenblüten. Mit steigendem Anteil an Kaffeekohle nahm der synergistische Effekt bei der Kombination aus Myrrhe und Kaffeekohle zu.21

2.4.5 Klinische Studien zur Kombination aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle

In den letzten Jahren wurden ergänzend zu den pharmakologischen Untersuchungen weitere klinische Studien zu der Pflanzenkombination durchgeführt. Diese zeigten zusammenfassend positive Effekte bei unspezifischen Durchfallerkrankungen, dem diarrhödominanten Reizdarmsyndrom und der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa.

Remissionserhalt bei Colitis ulcerosa: Phytopharmakon vs. Mesalazin

In einer randomisierten, doppelblinden, Double-Dummy-Studie (2013) wurde die pflanzliche Kombination aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle mit der Standardtherapie (Mesalazin) zum Remissionserhalt bei Colitis ulcerosa verglichen.23 Primär sollte nachgewiesen werden, dass das pflanzliche Präparat der Therapie mit Mesalazin nicht unterlegen ist. Dies wurde anhand des Colitis-Aktivitätsindex (CAI nach Rachmilewitz) bewertet.

Exkurs: Colitis-Aktivitätsindex nach Rachmilewitz

Bei der Skala nach Rachmilewitz werden verschiedene Kriterien wie die Anzahl der Stühle pro Woche, Blut im Stuhl, Patientenzustand, Bauchschmerzen/Krämpfe, Körpertemperatur, extraintestinale Manifestationen (Iritis, Erythema nodosum, Arthritis) und Laborwerte (Hb), dokumentiert. Ein Score < 4 wird als Remission gewertet, 4–7 als leichter Schub, 8–9 als mittelschwerer Schub und > 9 als schwerer Schub.

Eingeschlossen wurden insgesamt 97 Patienten mit Colitis ulcerosa in der klinischen Remission, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Für einen Zeitraum von 12 Monaten erhielten die Patienten entweder einmal täglich 500 mg Mesalazin oder dreimal täglich vier Tabletten des Phytopharmakons (49 Patienten erhielten Mesalazin, 48 Patienten das pflanzliche Kombinationspräparat).

Sekundäre Zielparameter der Studie waren

  • die Rezidivrate,
  • die Zeitdauer bis zum Auftreten eines Rezidivs,
  • das Sicherheitsprofil und
  • die krankheitsbezogene Lebensqualität, gemessen am IBDQ (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire).

Im Rahmen der Kontrolluntersuchungen wurde zudem der Comprehensive Activity Index ermittelt, der aus CAI, Bestimmung des Serum-Entzündungsmarkers CRP und weiteren fäkalen Entzündungsparametern besteht.

 

Ergebnis der Studie

Es zeigte sich während des gesamten Studienzeitraums kein signifikanter Unterschied im Colitis-Aktivitätsindex (CAI nach Rachmilewitz) zwischen der Mesalazin- und der Phytopharmakon-Gruppe. Der primäre Zielparameter der Studie wurde damit erreicht: Die remissionserhaltende Therapie mit dem pflanzlichen Arzneimittel war der Mesalazin-Therapie nicht unterlegen.

Hinsichtlich des sekundären Zielkriteriums, der Rezidivrate, unterschieden sich die beiden Gruppen ebenfalls nicht signifikant. Ein Rezidiv hatten 22 Patienten unter Mesalazin und 25 Patienten unter der pflanzlichen Therapie (p = 0,540). Die Zeitdauer bis zum Auftreten des ersten Rezidivs zwischen zweiter und sechster Visite betrug in der Mesalazin-Gruppe im Mittel 268 Tage und in der Gruppe, die das pflanzliche Präparat erhielt, im Mittel 240 Tage (p = 0,397). Es konnte weder ein Unterschied in der Entzündungsaktivität noch in der Lebensqualität festgestellt werden. Beide Präparate erwiesen sich als verträglich und sicher.23

Abb. 17: Primäres Zielkriterium: Verlauf des mittleren Colitis-Aktivitätsindex (CAI) in den Behandlungsgruppen.

Die Auswertung immunologischer Daten aus der Studie weist außerdem darauf hin, dass die Pflanzenkombination eine lokale Wirkung an der Darmschleimhaut entfaltet und nicht, wie Mesalazin, teils systemisch wirkt.24

Zusatzinfo: Das Arzneimittel mit Myrrhe, Kamillenblüten und Kaffeekohle wurde aufgrund der positiven und aussagekräftigen Studienergebnisse in die aktuelle S3-Leitlinie Colitis ulcerosa aufgenommen. Demnach kann das pflanzliche Präparat komplementär in der remissionserhaltenden Behandlung eingesetzt werden.

5-Jahres-Follow-up der Studie

Im Anschluss an die Studie wurden die Krankheitsverläufe der Teilnehmer über einen Zeitraum von fünf Jahren weiter beobachtet, vor allem in Hinblick auf die andauernde Einnahme des pflanzlichen Kombinationspräparats aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle. Über 80 Prozent der Befragten gaben in diesem Zusammenhang an, dass die Pflanzenkombination weiterhin wirksam und verträglich war. Kein Patient berichtete von kausalen Nebenwirkungen.25

Das pflanzliche Präparat mit Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle ist, wie die Follow-up-Studie belegt, zur sicheren Langzeitanwendung geeignet. Die Ergebnisse unterstützen zudem, dass das pflanzliche Arzneimittel eine Option zum Remissionserhalt bei Colitis ulcerosa darstellen kann, entweder als begleitende Therapie oder bei Patienten, die Aminosalicylate nicht vertragen.

Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle bei Reizdarm und unspezifischen Darmerkrankungen

Eine offene Multicenterstudie (2014) untersuchte die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Pflanzenkombination bei bestimmten diarrhöassoziierten Beschwerden, dazu gehörten

  • Reizdarmsyndrom,
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) und
  • akut-entzündliche Darmerkrankungen (AED).26

Eingeschlossen wurden 1.062 Patienten. Die Patienten erhielten entweder das Pflanzenpräparat als Monotherapie, das Pflanzenpräparat in Kombination mit anderen Arzneimitteln oder eine andere Therapie nach Wahl des Arztes. Die Behandlung wurde über einen Zeitraum von ein bis vier Wochen beobachtet. In den drei Gruppen zeigte sich bei AED und CED kein signifikanter Unterschied im klinischen Krankheitsverlauf.

Hinsichtlich des Krankheitsbildes Reizdarm zeigte sich aber, dass die Monotherapie mit dem Phytopharmakon den anderen untersuchten Therapiekonzepten überlegen war:

  • 54,2 % der Patienten, die das Arzneimittel mit Myrrhe als Monotherapie einnahmen, waren bei Studienende beschwerdefrei. Im Vergleich dazu waren es bei der Kombinationstherapie 38,5 % und bei anderen Therapien 35,1 %.

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Pflanzenkombination aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle bei Reizdarmpatienten mit Durchfallsymptomatik zu einer Beschwerdelinderung beitragen kann.

Studien zu Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle bei pilzassoziierten Durchfällen

In verschiedenen Anwendungsbeobachtungen und Praxisstudien wurde die Wirksamkeit der Pflanzenkombination bei Intestinalmykosen untersucht. In diesen konnte eine Besserung der Beschwerden und die Reduktion der mykologischen Stuhlbefunde unter Behandlung mit dem pflanzlichen Arzneimittel beobachtet werden. In den meisten Fällen konnte nach Therapieende kein Pilzbefall mehr nachgewiesen werden.27

Abb. 18: Beschwerdefreiheit unter der Pflanzenkombination aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle im Vergleich zu anderen Behandlungsstrategien26