2.3 Therapie des Reizdarmsyndroms

Die Therapie des Reizdarmsyndroms erfolgt symptomorientiert. Patienten mit dem obstipationsdominanten Typ können beispielsweise mit Ballaststoffen, Probiotika oder kurzfristig mit Laxantien behandelt werden. Beim diarrhöischen Typ können Antidiarrhoika und Probiotika eingesetzt werden.

Es handelt sich somit um ein individuelles Therapiekonzept, das je nach Patient und auftretender Symptomatik unterschiedlich ist. Zu den nicht medikamentösen Maßnahmen gehören Lebensstilmodifikationen, die Änderung der Ernährungsgewohnheiten und das Vermeiden von bekannten Triggern (= Auslösern) wie z. B. Stress.

Es gibt keine generellen Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen. RDS-Patienten sollten allgemein auf eine gesunde Lebensführung achten, dazu gehören:

  • Geregelter Tagesablauf
  • Nicht rauchen
  • Wenig Alkohol trinken
  • Bewusst essen
  • Ausreichend schlafen
  • Stress vermeiden/abbauen

Auch psychische Einflussfaktoren (z. B. Stress), Angst, Depressivität und die Tendenz zur Somatisierung müssen evaluiert und ggf. in das Therapiekonzept (z. B. durch zusätzliche Psychotherapie) einbezogen werden.12

Die Behandlung des Reizdarmsyndroms mit Anticholinergika, Antidepressiva, Dopamin-Antagonisten, Opioiden und Tranquilizern ist umstritten.4