Die Diuretika sind eine wichtige Substanzgruppe in der Hypertonietherapie. Sie wirken in zwei Phasen. Zunächst kommt es durch eine vermehrte Ausscheidung zu einer Erniedrigung der Natriumionenkonzentration. Damit verbunden sinken sowohl das Plasma-, als auch das Herzzeitvolumen ab. Der periphere Widerstand nimmt in der ersten Phase zuerst etwas zu. In der zweiten Phase wird das Plasmavolumen nahezu normalisiert und die Natriumausschüttung entspricht in etwa der am Anfang des Therapiebeginns. Dadurch kommt es zu einem verminderten Ansprechen der glatten Gefäßmuskulatur auf vasokonstriktorische Reize durch den verringerten Natriumionengehalt in der Gefäßwand. Der Blutdruck sinkt. Diuretika werden – aufgrund ihrer wasser- und elektrolytausscheidenden Wirkung – meist in einer Kombinationstherapie verabreicht, da andere blutdrucksenkende Mittel (z. B. Vasodilatatoren) die Natriumionen und das Wasser in den Gefäßen zurückhalten (vgl. Mutschler et al., 2013, S. 504–505).

Die Diuretika werden in drei Gruppen geteilt:

  • Schleifendiuretika – z. B. Furosemid
  • Thiaziddiuretika – z. B. Hydrochlorothiazid
  • Kaliumsparendende Diuretika – z. B. Triamteren