Es gibt zwei Formen der Hypertonie: Die primäre und die sekundäre Hypertonie. Die primäre Hypertonie wird als essentielle, genuine oder auch idiopathische Hypertonie bezeichnet. Es liegen keine organischen Ursachen zur Entstehung eines essentiellen Bluthochdrucks vor und der Bluthochdruck stellt hier selbst die Erkrankung dar. Die sekundäre Hypertonie lässt sich auf eine Grunderkrankung zurückführen. Man kann sie dementsprechend unterteilen in:

  • renal → renovaskulär (z. B. als Folge der Verengung der Arteria renalis) → renoparenchymal (z. B. als Folge einer Schwangerschaftsnephropathie)
  • endokrin (z. B. als Folge einer Hyperthyreose)
  • kardiovaskulär (z. B. als Folge der Aortensklerose)
  • neurogen (z. B. als Folge einer chronischen Erkrankung des Nervensystems, wie Enzephalitis)

Auch die Einnahme von Medikamenten wie Kontrazeptiva oder auch nicht steroidale Antirheumatika kann den Blutdruck erhöhen. Auch dann spricht man von einer sekundären Hypertonie.

Die essentielle Hypertonie ist die häufigste Form der Hypertonie. Es werden Fakten wie familiäre Vorbelastung, eine übermäßige Nahrungsaufnahme, Stress und zu wenig Bewegung als Ursachen diskutiert. Bei Übergewichtigen wird vermehrt ein erhöhter Blutdruck, besonders im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom, beobachtet. Das metabolische Syndrom bezeichnet das Zusammenspiel von Adipositas, Hyperglykämie, Insulinresistenz, Dyslipidämie, thrombotischer Diathese und Hypertonie (vgl. Mutschler et al., 2013, S. 501 ff.).

Abb. 2: Ursachen des hohen Blutdrucks (vgl. Deutsche Hochdruckliga, S. 17)