Z-Substanzen

Die sogenannten Z-Substanzen Zolpidem, Zopiclon und Zaleplon wirken schlafanstoßend, krampflösend, muskelrelaxierend und weniger stark ausgeprägt angstlösend. Obwohl sie vom Namen her ähnlich klingen, stammen sie aus unterschiedlichen chemischen Familien. Sie entfalten ihre Wirkung dennoch über den gleichen Mechanismus. Ähnlich wie Benzodiazepine wirken sie an GABAA-Untereinheiten, allerdings sind sie im Gegensatz zu diesen etwas selektiver und wirken nur an α1-Untereinheiten.

Im Zusammenhang mit Z-Substanzen treten häufig Nebenwirkungen wie Irritationen des Geschmackssinnes, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Tagesmüdigkeit und Abgeschlagenheit auf.10 Aufgrund der spezifischeren Wirkweise sind manche Nebenwirkungen verglichen mit Benzodiazepinen zwar weniger stark ausgeprägt, so z. B. die muskelrelaxierende und krampflösende Wirkung, es wird aber dennoch vor erhöhter Sturzgefahr unter Einnahme von Z-Substanzen gewarnt. Im Vergleich zu Benzodiazepinen sind die Halbwertszeiten kürzer. Das Abhängigkeits- und Gewöhnungspotenzial wird als ungefähr gleichwertig mit Benzodiazepinen angesehen. Zumindest bei Zolpidem scheint aber die Schlafstruktur bei geringen Dosen nicht verändert zu werden.11

  • Zaleplon (früher Sonata, aktuell (Stand 07/2019) kein Präparat in Deutschland auf dem Markt), HWZ 1 h (Verwendung nur als Einschlafmittel)
  • Zolpidem (Stilnox), HWZ 1,5–2,5 h
  • Zopiclon (Ximovan), HWZ 3,5–6 h

Melatonin

Melatonin ist das schlafanstoßende Hormon im Körper. Es existiert in Form von Arzneimitteln, die den Melatoninmangel ausgleichen sollen, als verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Einnahme erfolgt einmal täglich und sollte nicht länger als zwei bis vier Wochen am Stück erfolgen. Zudem sind Melatonin-haltige Arzneimittel erst für Patienten über 55 Jahre geeignet.