Ausmaße von Schlafstörungen

Nach einer Erwerbstätigenbefragung der DAK aus dem Jahr 2016 leiden mehr als 35 Prozent der Befragten dreimal pro Woche oder häufiger unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen, bei 9,4 Prozent kann die Screening-Diagnose Insomnie gestellt werden (Abb. 8).9

Abb. 8: Betroffene von Insomnien, DAK-Erwerbstätigenbefragung 2016, N = 5.2079

Dabei ist im Vergleich zu einer Befragung von 2009 eine deutliche Zunahme von Insomnien zu beobachten (Abb. 9). In der Befragung wurde ein Zusammenhang mit starker beruflicher Belastung (z. B. durch Nachtschichten, hohen Leistungs- und Termindruck und dienstliche Erreichbarkeit auch außerhalb der Arbeitszeit) festgestellt. Nach dieser Befragung ist ebenfalls eine Zunahme von Fehltagen aufgrund von Schlafstörungen und deren Folgen zu beobachten. Dabei ist auffällig, dass nur die wenigsten Betroffenen aufgrund ihrer Schlafstörungen einen Arzt aufsuchen und lieber in Eigenregie versuchen, die Situation zu verbessern.

Abb. 9: Zunahme von Insomnien, DAK-Erwerbstätigenbefragung 2016 (N = 3.611) und 2009 (N = 2.986), Altersgruppe 35–65 Jahre