Lokalisation im Gehirn

Ein solcher zirkadianer Rhythmus zeigt sich bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Er wird vor allem durch den Nucleus suprachiasmaticus beeinflusst. Dieser befindet sich im Gehirn im Hypothalamus, in direkter Nähe zum Chiasma opticum, der Sehnervenkreuzung beider Augen. Die Helligkeit oder Dunkelheit der Umgebung hat dadurch direkten Einfluss auf den Nucleus suprachiasmaticus. Zusätzlich ist dieser Bereich mit der Epiphyse (Zirbeldrüse) verbunden, welche Melatonin freisetzt, das seinerseits ebenfalls eine Wirkung auf den Nucleus suprachiasmaticus ausübt. Auch die hier angesiedelten Neurone zeigen eine periodische Aktivität, welche durch den Wechselrhythmus von hell und dunkel im Tagesverlauf beeinflusst wird. Zusätzlich ist der Nucleus suprachiasmaticus mit dem Hirnstamm sowie über den lateralen Thalamus zur Hirnrinde verbunden. Der Nucleus suprachiasmaticus beeinflusst die Stoffwechselfunktionen nicht direkt, sondern hat Auswirkungen auf andere Hirnbereiche und deren Aktivitäten. Erst das Zusammenwirken aller Bereiche ermöglicht die Steuerung der körpereigenen Schlaf-Wach-Zustände.

Abb. 1: Aufbau des Gehirnes