1.1 Lokalisation im Gehirn

Die Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus stellt einen solchen zirkadianen Rhythmus dar und wird maßgeblich durch den Nucleus suprachiasmaticus beeinflusst. Dieser ist im Gehirn im Hypothalamus lokalisiert, in direkter Nähe zum Chiasma opticum, also der Sehnervenkreuzung beider Augen (Abb. 1).

Somit hat die Einwirkung der Helligkeit (und Dunkelheit) der Umgebung Einfluss auf den Nucleus suprachiasmaticus. Zusätzlich ist dieser Bereich mit der Epiphyse (Zirbeldrüse) verbunden, welche Melatonin freisetzt, das seinerseits wiederum ebenfalls eine Wirkung auf den Nucleus suprachiasmaticus ausübt. Auch die hier angesiedelten Neurone zeigen eine periodische Aktivität, welche durch den Wechselrhythmus von hell und dunkel im Tagesverlauf beeinflusst wird. Zusätzlich ist der Nucleus suprachiasmaticus mit dem Hirnstamm sowie über den lateralen Thalamus zur Hirnrinde verbunden.

Der Nucleus suprachiasmaticus beeinflusst die Stoffwechselfunktionen nicht direkt, sondern hat Auswirkungen auf andere Hirnbereiche und deren Aktivitäten. Erst das Zusammenwirken aller Bereiche ermöglicht die Steuerung der körpereigenen Schlaf-Wach-Zustände.

Abb. 1: Querschnitt durch das menschliche Gehirn