Phytotherapeutika

Auch pflanzliche Arzneimittel müssen diverse gesetzliche Auflagen erfüllen, um für die therapeutische Verwendung zugelassen zu werden. Dazu zählen gemäß Arzneimittelgesetz Nachweise über Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Pflanzliche Arzneimittel werden heutzutage vorwiegend in zwei Formen angewendet: als Teedroge oder Phytopharmakon.1

Teedrogen: zur Teezubereitung bestimmte, getrocknete Pflanzenteile, aus denen durch Heißwasserextraktion (Infus, Dekokt), seltener durch Kaltwasserauszug (Mazerat), das Teegetränk als eigentliche „Arzneiform“ zubereitet wird1

Phytopharmaka: Arzneimittel, die als wirksame Bestandteile ausschließlich pflanzliche Zubereitungen enthalten (z. B. Extrakte, Presssäfte oder Destillate), die im Sinne einer wissenschaftlichen Therapie (Phytotherapie) angewendet werden1

In beiden Formen beruht die arzneiliche Anwendung auf dem Gehalt an wirksamen Inhaltsstoffen. Teedrogen werden jedoch vom Patienten durch die Zubereitung des Tees selbst hergestellt, wohingegen er bei einem Phytopharmakon in aller Regel ein Fertigarzneimittel mit gleichbleibendem Gehalt erhält.1