Geschichte

Erste Aufzeichnungen zur Verwendung von Pflanzenauszügen als Arznei lassen sich bereits in der Materia medica Mesopotamiens (3.000–2.400 v. Chr.) finden. Darüber hinaus finden sich Hinweise auf die Verwendung von pflanzlichen Zubereitungen für Heilzwecke u. a. auch in China (ca. 2.500 v. Chr.) und Ägypten (ca. 1.500 v. Chr.) und später in der abendländischen Medizin von Kleinasien bis Nordafrika. Im 8. bis 12. Jahrhundert entwickelte sich daraufhin die Klostermedizin mit berühmten Vertretern wie dem Lorcher Arzneibuch sowie Arbeiten von Hildegard von Bingen. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus der Lebensreformbewegung und Gründung von Reformhäusern die volkstümliche Anwendung von Arzneipflanzen und schließlich auch die naturwissenschaftliche systematische Erforschung durch die Isolierung und Analyse zahlreicher Wirkstoffe.1