Brennnessel

Urtica dioica L. (Große Brennnessel), Urtica urens L. (Kleine Brennnessel)

In der Phytotherapie wird zwischen der ca. 1,5 m hohen Großen Brennnessel und der bis 0,5 m hohen Kleinen Brennnessel unterschieden. Brennnesseln sind weltweit in den gemäßigten Zonen verbreitet und wachsen bevorzugt an Wegrändern, Zäunen und in Gärten. Die oberirdischen Pflanzenteile sind reich an Mineralsalzen (Kieselsäure zum Teil löslich, Kalium) und Flavonoiden (Derivate von Quercetin, Isorhamnetin, Kämpferol). Die antirheumatische Wirkung wird auf Caffeoyläpfelsäure zurückgeführt, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Diese Substanz kommt nur in der Großen Brennnessel vor.

Inhaltsstoffe:

  • Mineralstoffe in hoher Konzentration (bis zu 20 %), besonders Kalium, Kieselsäure, Ca- und Mg-Salze, Fe, Mn, Cu
  • Flavonoide
  • Biogene Amine (Histamin, Acetylcholin), besonders in den Brennhaaren

 

Wirkung:5, 6

  • Diuretisch, mit beträchtlicher Ausscheidung von Chloriden und Harnstoff, dadurch sekundär ausschwemmend
  • Die ausscheidungsfördernden Wirkungen prädestinieren den Pflanzensaft zur effektiven Durchführung sogenannter Frühjahrskuren.
  • Der Kieselsäuregehalt ist bei der kurmäßigen Behandlung brüchiger Fingernägel und Haare sowie für das Hautbild förderlich.
  • Zusammen mit Löwenzahnsaft verbessert die Brennnessel die Hautfeuchtigkeit und die Elastizität.