Artischocke

Cynara scolymus L., Cynara cardunculus L.

Die Artischocke gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und zeichnet sich vor allem durch ihre positive Wirkung auf das Verdauungssystem aus. So wurden Artischockenblütenböden bereits in der Römerzeit nach üppigen Speisen zur Förderung der Verdauungstätigkeit verzehrt. Die Artischocke stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie wird heute überwiegend in Frankreich, Italien und Spanien angebaut. Die Pflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und besitzen dekorative, violette, kugelförmige Blüten.

Inhaltsstoffe: 4

  • Verschiedene Ester aus China- und Kaffeesäure = Caffeoylchinasäuren (CCS), darunter Cynarin und Chlorogensäure
  • Flavonoide (Luteolin, Cynarosid, Scolymosid)
  • Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone), darunter mehr als die Hälfte Cynaropikrin

 

Wirkung:

  • Steigerung der Gallenproduktion und Förderung des Gallenflusses (= choleretisch) und damit günstige Wirkung auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel. Es wird insbesondere Fett besser verdaut und vermehrt ausgeschieden und damit auch Cholesterin.
  • Aus dem restlichen Cholesterin wird im Körper Gallensäure gebildet und kann somit unter Artischockensafteinnahme für die Fettresorption genutzt werden. Dies begründet die Wirksamkeit bei Verdauungsbeschwerden (dyspeptisch).