2 Kalium-/Magnesiumdefizite und -imbalancen

Eine optimale Nährstoffversorgung besteht bei einem Gleichgewicht zwischen Nährstoffbedarf und Nährstoffzufuhr. Der Nährstoffbedarf setzt sich aus einem Grundbedarf zur Sicherstellung aller Körperfunktionen und dem Aufbau von Reserven sowie einem Mehrbedarf zusammen. Der Mehrbedarf ergibt sich aus physiologischen Bedingungen wie Wachstum und Umwelteinflüssen (Stress, körperliche Aktivität, Erkrankungen, Einnahme von Medikamenten, Klimaeinflüsse).2

Die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr berücksichtigen nutritive Aspekte (Körperfunktionen und Speicher) und wie bei Kalium auch präventive Gesichtspunkte. Sie gelten nur für gesunde Personen und eignen sich nicht dazu, im Einzelfall eine Unterversorgung festzustellen. Menschen mit Krankheiten und regelmäßiger Medikamenteneinnahme benötigen daher eine individuelle Beratung.3

Welche Faktoren die Versorgung mit Kalium, Magnesium und wichtigen Vitaminen für die Herzgesundheit beeinflussen, zeigt folgende Abbildung:

Abb. Elektrolyt- und Vitamin-Haushalt

Ein Defizit oder eine Imbalance von Kalium und Magnesium steigert die Erregbarkeit der Zellmembran der Herzmuskelzellen und erhöht die Neigung zu Extrasystolen und Herzrhythmusstörungen. Stress- und Belastungssituationen können u. a. durch Mineralstoffdefizite und -imbalancen zu funktionellen Herzbeschwerden führen. Organisch bedingte Herzbeschwerden gehen häufig mit Erkrankungen wie Diabetes, Hypertonie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht zudem ein besonderer Bedarf an den Vitaminen Folsäure, Niacin, Coenzym Q10 sowie den Mineralstoffen Kalium und Magnesium.