Kalium in der Beratungspraxis

Wann ist eine ergänzende Kaliumzufuhr sinnvoll?

Bei einseitiger Ernährung (wenig Obst und Gemüse, viele Fertigprodukte) kann die Kaliumzufuhr unter den empfohlenen 4.000 mg pro Tag für gesunde Erwachsene liegen. Gerade bei funktionellen Herzrhythmusstörungen und zur Vorbeugung von Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes können daher viele Menschen von einer ergänzenden Kaliumzufuhr profitieren.28 Ein Ausgleich erhöhter Kaliumverluste oder einer verringerten Resorption kann bei Einnahme (nichtkaliumsparender) Diuretika, Laxantien und PPI sowie bei vermehrtem Schwitzen, Durchfällen und Erbrechen empfehlenswert sein. Insbesondere bei Einnahme von Antiarrhythmika und Digitalisglykosiden muss zwingend auf einen ausgeglichenen Kalium- und Magnesium-Haushalt geachtet werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Die genannten Faktoren können neben der Kalium- auch die Magnesiumversorgung beeinträchtigen2 und begründen eine ausgewogene Nahrungsergänzung mit Kalium und Magnesium, z. B. mit Tromcardin® complex.

Eine ergänzende Kalium- und Magnesiumzufuhr kann sinnvoll sein bei

  • Funktionellen Herzrhythmusstörungen, z. B. bei hoher Stressbelastung
  • Koronarer Herzkrankheit / Herzinsuffizienz und unter Therapie mit Diuretika
  • Unter Therapie mit klassischen Antiarrhythmika (Amiodaron, Sotalol)
  • Einseitiger Ernährung
  • Vermehrtem Schwitzen
  • Regelmäßiger Einnahme von PPI
  • Durchfall, Erbrechen
  • Einnahme von Laxantien
  • Einnahme von Digitalisglykosiden

Tromcardin® complex

  • Enthält Kalium und Magnesium in ernährungs­physiologischen Konzentrationen plus herzaktive Mikro­nährstoffe (Folsäure, Vitamin B12, Niacin, Coenzym Q10)
  • Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät)
  • Basistherapie bei Herzerkrankungen, insbesondere Herzrhythmusstörungen (Herzstolpern, Herzrasen)
  • Dosierung: 2 x 2 Tabletten
  • Zutaten pro Tagesdosis:
    470 mg Kalium, 150 mg Magnesium, 3 µg Vitamin B12, 400 µg Folsäure, 48 mg Niacin, 60 mg Coenzym Q10

Einschätzung des Kaliumhaushaltes: Wann ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll?

Die diätetische Kaliumzufuhr stellt für die meisten Menschen kein Risiko für eine Hyperkaliämie dar. Medizinische Ursachen wie Niereninsuffizienz und die Einnahme kaliumerhöhender Medikamente können das Risiko für erhöhte Kaliumwerte erhöhen. In solchen Fällen ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt empfehlenswert.

Viele Patienten mit einer chronischen Hyperkaliämie wissen von ihrer Erkrankung aufgrund der Empfehlung ihres behandelnden Arztes, auf kaliumreiche Lebensmittel zu verzichten. Sie erinnern sich häufig an den Rat, den Verzehr von Lebensmitteln wie Bananen einzuschränken.

Im Hinblick auf die Einschätzung des Kaliumhaushaltes können im Beratungsgespräch folgende Fragen sinnvoll sein:

  • Liegt bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion vor?
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein und wenn ja, welche?
  • Wurden bei Ihnen bereits erhöhte Kaliumwerte festgestellt? Sollen Sie daher kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen meiden?

Bei Unsicherheiten, z. B. bezüglich der eingenommenen Medikamente, ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll. Auch die Bitte, beim nächsten Besuch in der Apotheke den Medikationsplan mitzubringen, kann hilfreich sein.

Der Kaliumgehalt in Tromcardin® complex entspricht in der Tagesdosis (2 x 2 Tbl.) dem Kaliumgehalt von 200 ml Tomatensaft oder 120 g Bananen.