Kalium und Magnesium: Ausgeglichene Balance

Magnesium spielt eine wichtige Rolle für zahlreiche Prozesse im menschlichen Körper.

Steckbrief Magnesium2, 22

  • Nach Kalium ist Magnesium zweithäufigstes Elektrolyt der Körperzellen.
  • Magnesium fungiert als Cofaktor von mehr als 600 Enzymen und als Aktivator von 200 Enzymen. Eine wichtige Rolle spielt Magnesium für die Funktionsfähigkeit von Gehirn, Herz und Muskulatur.
  • Empfohlene Zufuhr: 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer.
  • Zu den Magnesiumlieferanten zählen Vollkornprodukte, Milch und Milchprodukte, Geflügel, Fisch, viele Gemüse- und Obstsorten sowie Nüsse.
  • Stress, Sport und starkes Schwitzen können den Magnesiumbedarf erhöhen.
  • Ursachen einer unzureichenden Versorgung können neben einer Mangel- und Fehlernährung die Einnahme von Medikamenten wie Diuretika und Protonenpumpeninhibitoren sein.

Zusammenspiel von Kalium und Magnesium

Kalium und Magnesium spielen zusammen mit Natrium und Calcium eine entscheidende Rolle für die elektrische Stabilität der Körperzellen sowie für reguläre Erregbarkeit und Impulsweiterleitung von Nerven- und Muskelzellen. Eine ausgeglichene Kalium-Magnesium-Balance spielt insbesondere für die Herzmuskelzellen eine zentrale Rolle.

Das Ruhemembranpotenzial basiert wesentlich auf der durch die Na/K-ATPase erzeugten Kaliumverteilung zwischen Intra- und Extrazellulärraum. Die Na/K-ATPase tauscht zwei Kalium-Ionen aus dem Extrazellulärraum gegen drei Natrium-Ionen aus dem Zellinneren aus und wird durch Magnesium aktiviert.14 Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Kaliumwerte gehen mit einer elektrischen Instabilität einher.

Abb.: Na/K-ATPase mit Magnesium als Cofaktor

Neben seiner Funktion als Cofaktor der Na/K-ATPase beeinflusst Magnesium Kaliumkanäle der Zellmembran, die auch in Herzmuskelzellen und dem Reizleitungssystem des Herzens vorkommen.23 Magnesium wirkt der Entstehung von Herzrhythmusstörungen durch eine Beeinflussung der Dauer von Aktionspotentialen und einer herabgesetzten Erregbarkeit der Herzmuskelzellen entgegen. Ein Mangel an Magnesium begünstigt daher ebenso wie ein Kaliummangel Herzrhythmusstörungen. Einer ausgeglichenen Balance beider Mineralstoffe kommt also eine zentrale Bedeutung zu.24, 25

Ein weiteres Beispiel für den engen Zusammenhang zwischen Kalium- und Magnesiumhaushalt ist die Ausscheidung über die Nieren. Ein Mangel an Magnesium kann durch eine Steigerung der Kaliumausscheidung mit dem Urin zu einer Hypokaliämie beitragen.26 Viele Patienten mit klinisch relevantem Magnesiummangel weisen daher auch einen Kaliummangel auf. Umgekehrt besteht bei vielen Patienten mit Kaliummangel auch ein Magnesiumdefizit.24

Aufgrund der zentralen Bedeutung von Kalium und Magnesium für eine normale Herzfunktion und des engen Zusammenspiels beider Elektrolyte kommt dem gleichzeitigen Ausgleich eines Defizits eine große Bedeutung zu.27 Eine ergänzende bilanzierte Diät mit Tromcardin® complex kann den Elektrolythaushalt ins Gleichgewicht bringen und damit die Herzgesundheit unterstützen.