Zufuhrempfehlungen und Versorgungssituation

Zufuhrempfehlungen: Die Empfehlungen zur Kaliumzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegen für gesunde Erwachsene bei 4.000 mg pro Tag. Es handelt sich um einen Schätzwert, der die Kaliumzufuhr sowie die Vorbeugung von Bluthochdruck und Schlaganfällen berücksichtigt.1, 5

In den USA wird für gesunde Erwachsene eine tägliche Kaliumaufnahme von 4.700 mg empfohlen.3 Diese Aufnahme erreichen viele Amerikaner aufgrund eines zu geringen Verzehrs an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten nicht. Kalium gilt daher als kritischer Nährstoff.6
Bei gesunden Personen mit normaler Nierenfunktion birgt auch eine hohe Kaliumaufnahme kein gesundheitliches Risiko, da die Nieren überschüssiges Kalium ausscheiden. Daher gibt es in Deutschland und den USA keine definierte Höchstmenge für Kalium.

Kaliumversorgung: Präventive und therapeutische Aspekte

Eine erhöhte Kaliumaufnahme senkt den Blutdruck und beugt damit Schlaganfällen, Herzerkrankungen und chronischen Nierenerkrankungen vor. Umgekehrt kann eine unzureichende Kaliumaufnahme zu Blutdrucksteigerungen, erhöhtem Risiko für Nierensteine und vermehrter Salzempfindlichkeit (überdurchschnittliche Blutdrucksteigerung bei erhöhter Natriumaufnahme) führen.3

Kalium und Diabetes mellitus

Der Zusammenhang zwischen Kaliumversorgung und dem Risiko, an einem Diabetes mellitus zu erkranken, wurde im Rahmen mehrerer Studien untersucht. Eine Auswertung der ARIC-Studie (Atherosclerosis Risk in Communities Study) zeigte für niedrige Kaliumwerte ein erhöhtes Diabetesrisiko.7 Weitere Studien belegten diesen Zusammenhang, während andere widersprüchliche Resultate lieferten.8-11 Eine Metaanalyse, die acht Studien mit insgesamt 119.993 Teilnehmern einbezog, ermittelte schließlich eine lineare Beziehung zwischen niedrigen Kaliumwerten und erhöhtem Diabetesrisiko.12

Eine aktuelle Untersuchung zeigte bei Patienten mit Diabetes mellitus eine Senkung des HbA1c-Wertes mit steigender Kalium- und Magnesiumzufuhr.13

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