Hyperglykämie/Ketoazidose erkennen

Bei einer Hyperglykämie steigt die Blutglukose aufgrund von Insulinmangel über 250 mg/dl an. Eine gefährliche Komplikation der Hyperglykämie ist die Ketoazidose bzw. das diabetische Koma.

Anzeichen einer Hyperglykämie sind:

  • Polyurie,
  • Polydipsie,
  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust,
  • Acetongeruch in der Atemluft,
  • vertiefte Atmung,
  • starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit und
  • Muskelschwäche.

Häufig entsteht die Ketoazidose bei Diabetikern als Folge einer Infektion, da durch diese der Insulinbedarf erhöht ist. Die übliche Dosierung des Insulins kann dann zu niedrig sein. Zudem können vergessene oder zu niedrig kalkulierte Insulingaben sowie technische Probleme einer Insulinpumpe eine Hyperglykämie auslösen. [8]

Vorgehen bei Hyperglykämie und Ketoazidose

Liegen die gemessenen Blutglukosewerte anhaltend über 300 mg/dl oder zeigt der Patient Symptome einer beginnenden Ketoazidose, sollte der Ketongehalt im Urin oder im Blut mittels Teststreifen ermittelt werden. Bei einem positiven Test auf Ketonkörper sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Nur dieser kann entscheiden, ob eine stationäre Aufnahme erforderlich ist oder nicht.

Vor allem Typ-1-Diabetiker sind gefährdet, eine Ketoazidose zu entwickeln, da kein Insulin vorhanden ist, um den gesteigerten Fettabbau zu bremsen. [8]