Beratung in der Apotheke

Bei der Auswahl eines Blutzuckermessgerätes stehen neben den wirtschaftlichen Kriterien (s. Erstattung) die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten im Vordergrund.

Mögliche Kriterien können sein:

  • Einfachheit der Handhabung
  • Größe des Displays
  • benötigte Blutmenge
  • Messung an alternativen Körperstellen
  • Messdauer
  • Reinigung
  • Schnittstelle zum PC bzw. Datenübertragung
  • Speicherung von Messwerten

Die beratende Person kann z. B. zwei geeignete Messgeräte vorstellen, die der Patient ausprobieren sollte. Im Anschluss kann er sein Messgerät dann selbst auswählen. Bei Bedarf muss auch die Stechhilfe entsprechend den Bedürfnissen des Patienten ausgewählt werden.

Beispiele:

  • Patient möchte ein Messgerät mit gut lesbaren Ergebnissen und einer unkomplizierten Handhabung ž→ STADA GLUCO RESULT®
  • Patient möchte ein Messgerät, das er einfach unterwegs nutzen kann und das ihn beim Sport und seiner aktiven Lebensweise unterstützt →ž STADA GLUCO RESULT TO GO® PLUS
  • Patient benutzt ein rtCGM- oder iscCGM-Gerät und möchte zusätzlich ein kompaktes Messgerät, das für eine Zwischendurch-Kontrolle oder Kalibrierung seines rtCGM-/iscCGM-Systems geeignet ist ž→ STADA GLUCO RESULT TO GO® PLUS

Bei der Ersteinweisung des Patienten in die Blutzuckermessung sind folgende Punkte wichtig:

  • Erklärung sämtlicher Funktionen des Messgeräts
  • Erläuterung der Rahmen- und Lagerungsbedingungen (z. B. Messbereich, Temperatur)
  • Erläuterung der einzelnen Schritte der Blutzuckermessung
  • ggf. Erläuterung der Messung an einer alternativen Messstelle
  • Erläuterung der Dokumentation und Interpretation der Messwerte
  • Erläuterung möglicher Fehlerquellen
  • Erläuterung der Entsorgung und Reinigung

Im Anschluss an das Beratungsgespräch wird eine Probemessung durch Patienten empfohlen, um den Messvorgang zu prüfen und ggf. zu optimieren. [14]

Monitoring:

Ein- bis zweimal pro Jahr sollte die Blutzuckerselbstkontrolle des Patienten laut Standardarbeitsanweisung der ABDA „Patientenberatung zur Blutzuckerselbstkontrolle“ in der Apotheke evaluiert werden. [14] Eine Checkliste hierzu stellt die ABDA zur Verfügung.