Diabetesarten

Man unterscheidet verschiedene Formen des Diabetes mellitus: Dabei ist Typ-2-Diabetes mit 90 % aller Diabeteserkrankungen am häufigsten, Typ-1-Diabetes kommt nur in 5–10 % aller Fälle vor.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die ß-Zellen des Pankreas zerstört. Dies führt zu einem absoluten Insulinmangel. Typ-1-Diabetes beinhaltet auch den latent insulinpflichtigen Diabetes im Erwachsenenalter (LADA), bei dem der Verlust der β-Zellfunktion langsamer voranschreitet.

Typ-2-Diabetes ist gekennzeichnet durch eine Insulinresistenz mit einem meist relativen Insulinmangel und/oder markiert durch einen Defekt bei der Insulinsekretion der β-Zelle mit einhergehender Insulinresistenz. Typ-2-Diabetes ist häufig mit einem metabolischen Syndrom assoziiert, das mit viszeraler Adipositas, Bluthochdruck, erhöhten Blutzuckerwerten und einem gestörten Fettstoffwechsel einhergeht.

Gestationsdiabetes ist eine erstmals während der Schwangerschaft auftretende Glukosetoleranzstörung. Bis zu 20 % der Schwangeren sind betroffen.

Weitere spezifische Diabetes-Typen können bedingt sein durch:

  • Erkrankungen des exokrinen Pankreas (z. B. Pankreatitis),
  • Endokrinopathien (z. B. Cushing-Syndrom),
  • Medikamente (z. B. durch Glukokortikoide, Neuroleptika),
  • genetische Defekte der β-Zellfunktion (z. B. MODY),
  • genetische Defekte der Insulinwirkung,
  • andere genetische Syndrome,
  • Infektionen und
  • seltene Autoimmunerkrankungen [2].
Tabelle 1 stellt die Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes dar.