Antibiotika-Trockensäfte richtig zubereiten

Antibiotika sind in Lösung meist nicht lange haltbar und deshalb als Trockensäfte im Handel. Die Zubereitung erfolgt erst kurz bevor der Saft angewendet wird. Doch hierbei sind viele Fehler möglich.

So werden Antibiotikasäfte richtig zubereitet:

  1. Bevor die Flasche geöffnet wird: Pulver locker aufschütteln
  2. Flasche mit frischem kaltem Leitungswasser bis zur jeweiligen Markierung oder knapp darunter auffüllen (einige Präparate haben auch zwei Markierungen: eine für die erste Befüllung und eine für die zweite; bei anderen Präparaten wird mit einem beigelegten Messbecher aufgefüllt).
  3. Flasche kräftig schütteln, bis keine Pulverrückstände mehr zu erkennen sind
  4. Flasche stehen lassen, bis sich der Schaum gesetzt hat
  5. Flasche noch einmal mit Leitungswasser bis zur Markierung auffüllen
  6. Flasche schließen und Datum der Zubereitung auf der Flasche notieren

Die meisten Antibiotikasäfte werden nach ihrer Zubereitung im Kühlschrank aufbewahrt. Die Haltbarkeit der zubereiteten Lösung oder Suspension ist der Fachinformation des jeweiligen Arzneimittels zu entnehmen.

Wichtig

Eine Suspension muss vor jeder Entnahme erneut aufgeschüttelt werden, damit der Wirkstoff gleichmäßig verteilt ist. In der Apotheke sollte auch auf mögliche Interaktionen mit Nahrungsmitteln und Getränken hingewiesen werden.

Typische Fehler bei der Zubereitung:

  • Das Pulver wird nicht aufgeschüttelt.
  • Es wird abgekochtes, zu heißes Wasser verwendet.
  • Das Wasser wird bis zu einer falschen Markierung aufgefüllt.
  • Die erste Wasserzugabe ist zu gering, sodass sich Pulver am Boden oder an den Wänden absetzt.

Da es viele Fehlerquellen gibt, ist die ausführliche Beratung in der Apotheke umso wichtiger. Als Serviceleistung kann die Herstellung auch direkt in der Apotheke erfolgen.

Besonderheiten beachten

Da die Zubereitungsvorschriften je nach Hersteller und Antibiotikum abweichen können, ist immer die Fachinformation zu beachten. Um den Überblick zu behalten, kann es hilfreich sein, eine Liste mit den meistverordneten Säften anzulegen, auf der die Zubereitung, Haltbarkeit und Besonderheiten notiert werden.

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