Mit kühlem Kopf durch heiße Tage: Empfehlungen zur Hitze­vor­sorge für gefähr­dete Patienten­gruppen

Hitze ist längst kein Rand­thema des Klima­wandels mehr. Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) bezeichnet Hitze­stress in­zwischen als häufigste wetter­bedingte Todes­ur­sache weltweit. Auch Apo­theken sollten dazu Auf­klärung leisten.

Die gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen treffen nicht alle Menschen gleichermaßen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, chronisch Kranke, Schwangere, Menschen mit Behinderungen sowie sozial benachteiligte Personen. Aber auch bestimmte Medikationen verhindern das Schwitzen oder führen zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust.

Tipps der Apotheke

  • Morgens bereits die Flüssig­keits­menge bereit­stellen, die über den Tag verteilt getrunken werden sollte, oder ein Trink­protokoll führen.
    Richtwert: 1,5–2 Liter/Tag, bei Hitze oft zusätzlich ca. 500 ml, eine Trink­restriktion bei Herz- oder Nieren­insuffizienz sollte jedoch beachtet werden.
    Lebens­mittel, die viel Flüssig­keit enthalten, wie z. B. Wasser­melone, Gurke, Tomaten oder Apfel­mus, helfen beim Erreichen einer aus­reichenden Flüssig­keits­zufuhr.
    Besonderes Augen­merk sollte auf Demenz­kranke gelegt werden. Diesen muss aktiv und regel­mäßig ein Getränk gereicht werden.
  • Patientinnen und Patienten sowie Ange­hörige über Warn­zeichen einer Über­hitzung auf­klären: Schwindel, Benommen­heit, Verwirrt­heit, dunkler Urin bzw. reduzierte Urin­menge, Muskel­krämpfe.
  • Medikamente müssen ggf. frühvzeitig ärzt­lich ange­passt werden, z. B. Metformin, Diuretika (siehe Heidel­berger Hitze-Tabelle).
    Kurz­fristige Dosis­anpassungen sind nur bei Wirk­stoffen mit kurzer Halb­werts­zeit sinn­voll!
  • Arm- und Fuß­bäder zur externen Kühlung, feuchte Tücher auf der Stirn, Waden­wickel oder lau­warmes Ab­duschen ohne an­schließendes Ab­trocknen können hilf­reich sein, damit die Ver­dunstungs­kälte genutzt wird.
Bild: KI-generiert