Aktuelles Umfrageergebnis: Nutzung des Medikationsplans
Vor gut einem Jahr, am 29. April 2025, startete bundesweit die ePA für alle. Für Apotheken ist vor allem die elektronische Medikationsliste (eML) von Bedeutung. Die eML ist die Medikationshistorie der Patientinnen und Patienten über alle elektronisch verordneten und abgegebenen Arzneimittel. Bei eingesteckter Gesundheitskarte kann das Apothekenpersonal Einsicht in die eML seiner Patientinnen und Patienten nehmen und somit auch diese Medikationen zum Aufdecken von Kontraindikationen und Wechselwirkungen heranziehen.

Umfrage zur eML
Das DeutscheApothekenPortal hat innerhalb eines Zeitraums von rund einem Jahr zweimal eine Umfrage zur Nutzung der elektronischen Medikationsliste durchgeführt. Dabei wurde Apothekenteams jeweils eine ähnliche Frage gestellt, um Veränderungen im Umgang mit der eML im Apothekenalltag sichtbar zu machen und die Entwicklung der Nutzung im zeitlichen Verlauf vergleichen zu können. Die erste Umfrage fand vom 02.06.2025 bis 08.06.2025 mit 995 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, die zweite Befragung wurde vom 04.05.2026 bis 10.05.2026 durchgeführt und erreichte 1.213 Apothekenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.
Im Jahr 2025 fiel das Ergebnis wie folgt aus:
War die nun für Apotheken einsehbare Medikationsliste in Ihrer Beratung bereits relevant?

Und das Ergebnis von letzter Woche sieht so aus:
In welchen Fällen nutzen Sie in Ihrer Apotheke die elektronische Medikationsliste?
Im aktuellen Umfrageergebnis zeigt sich, dass die eML inzwischen häufiger aktiv im Beratungsalltag eingesetzt wird – insbesondere bei Polymedikation oder komplexen Medikationsprofilen (20,4 %) sowie gezielt zur Prüfung von Wechselwirkungen und Kontraindikationen (16,2 %). Gleichzeitig geben jedoch weiterhin 18,6 % der Befragten an, dass die eML in ihrer Apotheke derzeit gar nicht genutzt wird, während 17,3 % ihr bislang nur eine geringe Rolle im Alltag zuschreiben. Im Vergleich dazu lag der Fokus im älteren Umfrageergebnis stärker auf der grundsätzlichen Erfahrung mit der Medikationsliste: 38,2 % hatten sie bis dahin noch bei keiner Beratung benötigt, und 33,6 % wussten gar nicht, wo die Medikationsliste ihrer Patientinnen und Patienten zu finden ist. Aus dem Vergleich der beiden Umfrageergebnisse lässt sich erkennen, dass die praktische Nutzung und Bekanntheit der eML innerhalb eines Jahres zugenommen hat, sie aber noch längst nicht flächendeckend im Apothekenalltag etabliert ist.
