Hantavirus-Infektionen – Informationen des RKI

Seit auf einem Kreuz­fahrt­schiff mehrere Reisende an Infektionen mit dem Hanta­virus erkrankt und drei Personen gestorben sind, ist das Virus auch in der Laien­presse ein großes Thema. Der Risiko­ein­schätzung des ECDC vom 6. Mai 2026 zu­folge ist das von diesem Aus­bruch aus­gehende Risiko für die Allgemein­bevölkerung im EU/EWR-Raum sehr gering.1

Hantaviren: Fakten und Über­tragungs­wege

Hanta­viren kommen welt­weit vor. Sie werden in erster Linie über die Aus­scheidungen ver­schiedener Nage­tiere über­tragen. Es gibt ver­schiedene Hanta­virus-Spezies, die unter­schied­lich schwere Krank­heits­formen aus­lösen können. Infektionen mit süd­ameri­kanischen Hanta­viren (Andes­viren) unter­scheiden sich deut­lich von den in Deutsch­land vor­kom­menden Spezies: Während hier­zu­lande über­wiegend mildere Ver­läufe mit Nieren­beteiligung auf­treten, können die süd­ameri­kanischen Hanta­viren ein schweres pulmonales Krank­heits­bild mit rascher Ver­schlech­terung und hoher Leta­lität verur­sachen. Bei Andes­viren ist in seltenen Fällen und bei engem Kontakt eine Mensch-zu-Mensch-Über­tragung möglich. Die Inku­ba­tions­zeit von Hanta­viren beträgt typischer­weise 2–4 Wochen, kann jedoch im Einzel­fall kürzer oder deut­lich länger sein.1


1 Informationen des RKI zu Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff (Stand: 07.05.2026) unter
https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/H/Hantavirus/Hanta_Kreuzfahrtschiff_2026.html

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