Aktuelles
Umfrageergebnisse zum Thema: Rezepturherstellung ablehnen?

In deutschen Apotheken werden für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten jedes Jahr über 13 Millionen Rezepturen in unterschiedlichen Darreichungsformen hergestellt (Quelle: ABDA). Doch leider ist die Herstellung einer Rezeptur nicht immer wirtschaftlich, da teures Fachpersonal, das vorab die Ausgangsstoffe auf ihre Identität prüfen muss, gebunden wird. Dieses fehlt bekanntlich vielerorts. Aber auch Lieferschwierigkeiten bei den Ausgangsstoffen kann zur Ablehnung einer Rezepturherstellung führen. Eine Umfrage des DeutschenApothekenPortals zur Ablehnung einer Rezepturherstellung bietet wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen von Apotheken. Vom 4. bis 10. November 2024 beteiligten sich insgesamt 1.013 Personen an dieser Befragung.

Ein großer Anteil der Befragten (35,7 %) gab an, dass er im letzten Jahr eine Rezepturherstellung ablehnen musste, weil notwendige Rezepturbestandteile nicht lieferbar waren. Bei 21,5 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war der Grund für die Ablehnung, dass für die Rezeptur neue, teure oder nicht vorrätige Ausgangsstoffe hätten bestellt werden müssen. 10,3 % berichten davon, dass Rezepturen abgelehnt wurden, wenn Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter krank oder im Urlaub waren. Ein kleinerer Anteil von etwa 3,4 % gab an, nur einfache Rezepturen herzustellen, die wenig Zeit in Anspruch nehmen. 1 % der Befragten lehnt jede Rezepturherstellung ab, während 28,1 % angeben, jede Rezeptur herzustellen.
Fazit
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Apotheken in Deutschland zunehmend unter Zeit- und Kostendruck stehen und oftmals auf externe Faktoren wie Personal und Lieferfähigkeit der Bestandteile angewiesen sind, um die Herstellung von Rezepturen umsetzen zu können. Trotz der genannten Schwierigkeiten verzichtet nur eine kleine Minderheit auf die Herstellung von individuellen Rezepturen, was das hohe Engagement der Apotheken hervorhebt.