Rezeptursymposium

Zwei Partner – ein Ziel!

Am 17. Juni war es endlich so weit! Das Rezeptur­symposium, veranstaltet von Caelo und WEPA, fand im Technologie­zentrum Oberhausen statt. Für über 160 Apotheker und PTA ging es einen ganzen Tag lang um Analytik, Rezeptur­herstellung, Kenn­zeichnung und Abgabe von Rezepturen. Hoch­karätige Referenten vom DAC/NRF und pharma4u referierten im Vortrags­programm über Individual­rezepturen, Rechen­hilfen im Rezeptur­alltag, pharma­zeutische Qualität von Ausgangs­stoffen, Rezeptur­kenn­zeichnung, Defektur­arznei­mittel sowie über technische Tools, die den Rezeptur­alltag einfacher machen. In verschiedenen Praxis-Workshops konnte mit Fach­experten von Caelo und WEPA über Kapsel­herstellung, Identitäts­prüfung, GMP-gerechte Herstellung von Rezepturen und über eine sichere Informations­beschaffung bei der Rezeptur­herstellung in Zeiten von Liefer­eng­pässen diskutiert werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung wurde sogar mit 7 Fortbildungspunkten der Apothekerkammer Nordrhein honoriert. Jeder Teilnehmer erhielt eine umfangreiche Präsenttasche mit TOPITEC® Rezepturfächer, ANABOX®, Caelo Minimörser und praktischem Caelo Rezepturposter sowie die Informationsbroschüre „Caelo – Qualität und Sicherheit für die Apothekenrezeptur“, erstellt von Caelo in Kooperation mit dem DeutschenApothekenPortal.

Im ersten Vortrag des Tages, gehalten von Dr. Stefanie Melhorn (DAC/NRF), ging es um Individual­rezepturen und die sichere Informations­beschaffung für deren Herstellung. Melhorn gab einen breiten Überblick über verschiedene Informations­quellen. Sie empfahl für die Online­recherche u. a. die Rezepturforen von Caelo und pharma4u, die Therapieleitlinien des AWMF, den Fachinfo-Service, die Rote Liste online, die Informationsseiten der Hersteller und die Onlineseiten des DAC/NRF (z. B. DAC/NRF-Rezepturenfinder oder -Rezepturhinweise). Als Fachbücher verwies sie u. a. auf die Werke „Tabellen für die Rezeptur“, erschienen im Govi-Verlag, und den Caelo Rezeptur-Fächer.

Dr. Holger Reimann (DAC/NRF) zeigte Rechenhilfen im XLSX-Format, die den Rezepturalltag erleichtern sollen, und gab Hinweise, wie Rechenergebnisse mit den entsprechenden verwendeten Tools zu interpretieren sind. Vor der Mittagspause erklärte Dr. Michael Hörnig (DAC/NRF), wie man die pharmazeutische Qualität von Rezepturausgangsstoffen sicher und zeitsparend feststellt. Schwerpunkte des Vortrages waren alternative Identitätsprüfungen.

Nach der Mittagspause fand der zweite Vortrag von Frau Dr. Melhorn mit dem Titel „Kennzeichnung, Warnhinweise und Gebrauchsanweisung – Was muss auf das Etikett?“ statt. Zuerst stellte sie die Neuerungen bei der Rezepturkennzeichnung vor, z. B. entfällt die Gebrauchsanweisung, wenn das Rezepturarzneimittel direkt an die verschreibende Person abgegeben wird, auch die Abkürzung „verw. bis“ bei der Verwendbarkeitsfrist ist mittlerweile erlaubt. Im zweiten Vortrag von Herrn Dr. Hörnig ging es um Defekturarzneimittel und wie diese durch geschickte Planung und Umsetzung hergestellt werden können. Zu seinen Tipps zählen die Durchführung einer Risikobeurteilung und eine angemessene Qualitätskontrolle nach DAC-Anlage J. Zum Ende der Veranstaltung referierte Susanne Ulmer (pharma4u) über die Arbeitserleichterung mithilfe von digitalen Tools am Beispiel des Laborprogramms LabXpert.

Während der Veranstaltung fanden parallel zu den Vorträgen insgesamt vier Workshops zu unterschiedlichen Zeiten statt. Im Caelo-Workshop „Informationsbeschaffung zur sicheren Rezepturherstellung“ stand die Literaturrecherche im Fokus. Ziel war es, anhand eines Praxisbeispiels valide Daten für die Plausibilitätsprüfung und Herstellung zu finden und zu bewerten. Im zweiten Caelo-Workshop, „Kapselherstellung – sicher und schnell“, erhielten die Teilnehmer eine praktische Anleitung zur Auswahl der richtigen Herstellungsmethode für Kapseln. Das erlangte Wissen wurde anschließend anhand eines praktischen Beispiels vertieft.

Im Workshop TOPITEC® Mischsysteme von der Firma WEPA wurde der ZL-Ringversuch Harnstoff mit den Teilnehmern praktisch umgesetzt. Außerdem erfuhren diese noch viele wertvolle Tipps im Umgang mit den Mischsystemen und zur Inprozesskontrolle. Im Workshop zum Thema NIR-System ging es rund um die Analytik. Die Mitarbeiter der Firma WEPA zeigten, wie spielend einfach der Umgang mit diesem Gerät sein kann und wie viel Zeit man damit täglich spart.