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Lieferengpass: Herstellung von Antibiotika-Säften in der Rezeptur

Wirkstoffkombination Amoxicillin/Clavulansäure

Liefer­eng­pässe bei Antibiotika-Säften für Kinder sind immer noch an der Tages­ordnung. Der DAC/NRF-Rezeptur­hinweis „Antibiotika“ befasst sich haupt­sächlich mit der rezeptur­mäßigen Herstellung von Suspensionen aus Antibiotika-Tabletten. Neu hinzuge­kommen ist eine Vorschrift zur Herstel­lung einer Suspension mit der Wirkstoff­kombination Amoxicillin und Clavulan­säure.

Nachdem bereits konkrete Fertigarzneimittel für die Herstellung von Suspensionen mit Amoxicillin und Cefuroxim vom DAC/NRF-Team im Rezepturhinweis „Antibiotika“ genannt wurden, wurde nun die Vorschrift um die Wirkstoffkombination Amoxicillin und Clavulansäure erweitert. Getestet von Seiten des DAC/NRF wurde das Fertigarzneimittel Amoxi-Clavulan PUREN 875 mg/125 mg Filmtabletten. Berichten aus Apotheken zufolge können auch die Präparate Amoxicillin/Clavulansäure Devatis und AMOXICLAV BASICS Filmtabletten verwendet werden.

Die genannten Filmtabletten lassen sich prinzipiell sowohl in der Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen DAC (NRF S.52.) als auch in den Sirupgrundlagen verarbeiten. Da Kaliumclavulanat säureempfindlich ist, wird Himbeersirup wegen seines niedrigen pH-Wertes nicht empfohlen. In der Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen löst sich der Filmüberzug gut auf, in den Sirupgrundlagen hingegen nicht, sodass dieser vor der eigentlichen Herstellung abgesiebt werden muss. Die Trockensäfte haben nach Rekonstitution eine Aufbrauchsfrist von 7 Tagen bei Aufbewahrung im Kühlschrank.

100 ml Amoxicillin/Clavulan­säure-Suspension 400 mg + 57 mg/5 ml (aus Fertig­arznei­mittel)

Amoxicillin in Kombination mit Kalium­clavulanat 7:1 (aus entsprechender Menge an Film­tabletten­pulver)

8,0 g

Grund­lage für Suspensionen zum Ein­nehmen DAC oder

Zucker­sirup DAB

zu 108,2 g

zu 132,8 g