Goldrute – die erste Wahl bei Harnwegsproblemen

Die Goldrute (lat. Solidago spec.) gehört zu der Familie der Korbblütler und verdankt ihren Namen den leuchtenden gelben Blüten, die fast golden schimmern. Ansprechend ist die Goldrute nicht nur wegen ihrer Blütenpracht, sondern auch als Heilpflanze ist sie nicht mehr wegzudenken. Von den etwa 100 verschiedenen Arten dieser Pflanze weltweit finden lediglich drei Anwendung in der Medizin. Man findet sie an Wald- und Wegesrändern sowie auf mageren Wiesen und Kahlschlägen.
Goldrutenkraut zur Durchspülung der ableitenden Harnwege
Das Echte Goldrutenkraut (Solidaginis virgaureae herba) enthält neben Flavonoiden auch Saponine und Phenolglykoside, die als wirksame Inhaltsstoffe bekannt sind. Diese Substanzen verleihen der Droge nicht nur eine aquaretische Wirkung, sondern auch entzündungshemmende, schmerzlindernde und leicht krampflösende Eigenschaften.
Echtes Goldrutenkraut wird zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie zur Vorbeugung von Harnsteinen und Nierengrieß eingesetzt. Für die Selbstmedikation stehen Fertigarzneimittel mit Goldrutenkraut zur Verfügung, entweder als Monopräparat oder in Kombination mit anderen Heilpflanzen wie Bärentraubenblättern oder mit Hauhechelwurzel und Orthosiphonblättern. Die Heilpflanze ist auch in Teemischungen enthalten.
Neben- und Wechselwirkungen
Die Einnahme von Goldrute ist für die meisten Menschen in der Regel unbedenklich. Eventuelle Nebenwirkungen sind jedoch nicht auszuschließen:
- Liegt beispielsweise eine Allergie gegen Goldrute vor, können Hautausschläge oder andere allergische Symptome auftreten.
- Bei Personen, die unter Heuschnupfen leiden, können bei Anwendung der Heilpflanze Symptome ausgelöst werden, die im schlimmsten Fall zu Atemnot führen können.
- Bei einem empfindlichen Magen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.
- In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Goldrute nicht ohne Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt eingenommen werden.
- Wenn die Nieren nicht voll funktionsfähig sind, ist auch eine Dehydration nicht auszuschließen, deswegen sollten Personen mit eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit auf die Einnahme verzichten.