Apothekenstreik in Düsseldorf – DAP war dabei

In fünf Städten in ganz Deutschland sind am gestrigen Montag Apothekenteams auf die Straße gegangen, um lautstark für eine angemessene Vergütung zu kämpfen. Im Zentrum der Forderungen steht eine Erhöhung des Fixums. Unsere Kolleginnen Emina Sipovic und Nina Thiele waren in Düsseldorf mit dabei.

Mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich gestern auf dem Düsseldorfer Burgplatz, um auf die zunehmend angespannte wirtschaftliche Situation der Apotheken aufmerksam zu machen. Initiiert wurde die Aktion von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), die damit ein deutliches Signal an die Politik senden möchte.

Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. und Präsident der ABDA, betonte bei der Kundgebung in Düsseldorf, dass die Einführung sogenannter „Apotheken light“ abgelehnt wird. Die Standesvertretung fordert, dass jede Apotheke zwingend durch einen Apotheker oder eine Apothekerin geführt werden muss und über ein eigenes Labor sowie einen Notdienst verfügen sollte. Ebenso wird die geplante Regelung zur Vertretung durch Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) strikt abgelehnt; die Beratung durch approbiertes Personal wird als Grundrecht der Bürgerinnen und Bürger verteidigt. Als Beleg für die Wichtigkeit der PTA führte Preis die Eigenherstellung von Desinfektionsmitteln und Fiebersäften für Kinder während der Corona-Pandemie an. Angesichts von über 500 aktuellen Lieferengpässen und einer unsicheren Weltlage seien wirtschaftlich gefestigte Apotheken mit vollem Versorgungsauftrag notwendig, um auch für zukünftige Krisen gewappnet zu sein.

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