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Masernfälle in Europa und Zentralasien 2025 gesunken

Im Jahr 2025 wurden in Europa und Zentralasien insgesamt 33.998 Masernfälle gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von fast 75 % im Vergleich zu den 127.412 Fällen im Jahr 2024. Dieser positive Trend wird auf verstärkte Maßnahmen zur Bekämpfung von Ausbrüchen und einen Rückgang der Zahl ungeimpfter Personen zurückgeführt.
Trotz des Rückgangs bleibt das Risiko von Masernausbrüchen bestehen. Die Fallzahlen im Jahr 2025 liegen weiterhin über denen der meisten Jahre seit 2000, und einige Länder meldeten sogar mehr Fälle als im Vorjahr. Außerdem erhöhte sich die Zahl der Länder, in denen die Masern wieder endemisch sind, von 12 auf 19.
Viele Masernfälle hätten durch verstärkte Routineimpfungen und rechtzeitige Reaktionen auf Ausbrüche verhindert werden können. Ein zentrales Problem bleibt die unzureichende Durchimpfungsrate in bestimmten Bevölkerungsgruppen. Solange nicht alle Kinder geimpft sind und die durch Falschinformationen geschürte Skepsis anhält, besteht vor allem für Kinder weiterhin ein erhöhtes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe bei Maserninfektionen.
Besonders wichtig ist es, auf die Bedeutung der Masernimpfung hinzuweisen und über die Risiken einer Infektion aufzuklären, denn Masern gehören zu den für den Menschen ansteckendsten Viren: Für jede Person, die an Masern erkrankt ist, werden bis zu 18 weitere ungeimpfte Personen infiziert. Masern sind somit 12-mal ansteckender als die Grippe. Neben den akuten Symptomen kann eine Masernerkrankung vor allem auch langfristige Schäden anrichten. Masern können das Gedächtnis des Immunsystems auslöschen, sodass die erkrankten Personen auch nach der Genesung anfälliger für andere Krankheiten und frühzeitigen Tod werden.
Der Rückgang der Masernfälle im Jahr 2025 zeigt, dass es in die richtige Richtung geht, doch die Gefahr von Ausbrüchen bleibt bestehen. Daher ist es wichtig, die Impfquoten weiterhin zu erhöhen und auf einem hohen Level zu halten. Apotheken können hier eine wichtige Rolle bei der Förderung von Impfungen und der Aufklärung der Bevölkerung spielen. Durch gezielte Informationen und Beratung können Apotheken dazu beitragen, Impflücken zu schließen und das Vertrauen in Impfprogramme zu stärken.
Quelle:
WHO: Zahl der Masernfälle in Europa und Zentralasien 2025 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, aber Gefahr von Ausbrüchen bleibt bestehen – UNICEF und WHO.
https://www.who.int/europe/de/news/item/11-02-2026-measles-cases-dropped-in-europe-and-central-asia-in-2025-compared-to-the-previous-year--but-the-risk-of-outbreaks-remains---unicef-and-who