Rosazea verstehen: Symptome lindern und Auslöser vermeiden

Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, deren Entstehung durch genetische Faktoren und das Immunsystem beeinflusst wird. Das Auftreten der Symptome kann durch die Vermeidung von Triggerfaktoren abgemildert werden. Eine Behandlung mit Arzneimitteln zum Auftragen oder Einnehmen kann helfen, die Symptome zu lindern und zu bekämpfen.
Rosazea, umgangssprachlich auch „Gesichtsrose“ genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bei etwa 12 % der Deutschen auftritt, wobei Frauen zwei- bis dreimal häufiger betroffen sind.1,2 Die Krankheit äußert sich durch Symptome wie anfallsartige und anhaltende Hautrötungen, Papeln, Pusteln, erweiterten Äderchen und in schweren Fällen durch eine sogenannte „Knollennase“.1 Zusätzlich können Symptome wie Brennen, Trockenheit und Schwellungen auftreten.
Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch Hinweise auf genetische Faktoren, da Menschen mit einer familiären Häufung von Rosazea ein höheres Risiko haben.2 Auch das Immunsystem scheint eine Rolle zu spielen, da vermehrt Immunzellen in die Gesichtshaut einwandern und entzündungsfördernde Zytokine freisetzen, was zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt, und die Haut durch eine gesteigerte Zellteilung verdickt und grobporig wird.
Neben den Ursachen gibt es auch Triggerfaktoren, die Entzündungen fördern und deshalb vermieden werden sollten. Dazu gehören UV-Strahlung (Sonne und Solarium), Hitze, Stress, anstrengende körperliche Aktivitäten, hautreizende Kosmetika, scharf gewürzte Speisen, Alkoholkonsum und eine vermehrte Anzahl der in Haarfollikeln vorkommenden Demodex-Milben.1,2
Da es sich um eine nicht heilbare Erkrankung handelt, liegt der Fokus auf der Symptommilderung und -bekämpfung mit antibiotischen, chemischen sowie auf Naturwirkstoffen basierenden Arzneimitteln, die äußerlich angewendet oder eingenommen werden können.1,2 Ebenfalls wichtig ist eine angepasste Hautpflege mit einer sparsamen Verwendung milder, seifenfreier, pH-hautneutraler Syndets wie Waschlotionen und einer Vermeidung von Produkten mit Menthol, Kampfer, ätherischen Ölen, Alkohol sowie bestimmten Duftstoffen und Konservierungsmitteln.2 Für die Abdeckung von Rötungen werden bei Pflegeprodukten vor allem solche mit grünen Farbpigmenten empfohlen.
1 Ichthyol-Gesellschaft Cordes, Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG. Das Krankheitsbild Rosazea. https://ichthraletten.de/fachkreise/
2 Deutsche Dermatologische Gesellschaft e. V. (DGG). S2k-Leitlinie Rosazea, 2022. https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-065l_S2k_Rosazea_2022-02.pdf