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Interaktion von CBD und Valproinsäure

Bei gleich­zeitiger Ein­nahme von Cannabidiol (CBD) und Valproin­säure können sich die Leber­trans­aminasen erhöhen. Ebenso sind Diarrhöen und ver­minderter Appetit beobachtet worden. Der Mechanismus der Inter­aktion ist nicht aufge­klärt. Bei gesunden Menschen zeigte Valproin­säure keinen Effekt auf die Pharma­kokinetik von CBD und umge­kehrt. Die Interaktion wird nach ABDATA-Klassifi­kation als mittel­schwer einge­stuft.

Bei gleichzeitiger Anwendung bzw. Auftreten von erhöhten Leberwerten sind folgende Maßnahmen zu treffen:

Therapie-Monitoring ist unerlässlich: Bei Patientinnen und Patienten unter Valproat-Therapie sollen nach Beginn einer zusätzlichen Behandlung mit Cannabidiol nach 2 Wochen, 1 Monat, 2 Monaten, 3 Monaten und 6 Monaten sowie danach in regelmäßigen Intervallen oder entsprechend der klinischen Notwendigkeit die Serumtransaminasewerte sowie die Gesamtbilirubinwerte untersucht werden.

Ist der Anstieg der Transaminasen klinisch relevant, wird empfohlen, die Dosis von Cannabidiol und/oder Valproat zu verringern. Gegebenenfalls kann auch ein Absetzen eines Wirkstoffs oder sogar beider Wirkstoffe erforderlich werden.

Weitere mögliche Interaktionen

Bei gleichzeitiger Behandlung mit CYP3A4-Inhibitoren wie Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin oder Ritonavir ist ebenfalls Vorsicht geboten, da verstärkte Wirkungen von Cannabinoiden auftreten können. Typische Symptome der Überdosierung von Cannabinoiden sind Schwindel, Halluzinationen, psychotische Symptome und Tachykardie oder Bradykardie mit Hypotonie.

Wird Cannabidiol gleichzeitig mit Clobazam eingenommen, kann dies zu verstärkten Wirkungen beider Substanzen führen. Dies zeigt sich in Somnolenz und Sedierung.