Spielt die Füllmenge der Pens eine Rolle bei dem Biologika-Austausch?

Uns liegt eine Verordnung über „IDACIO 40 mg/0,8 ml Injekt.-Lösung im Fertigpen 6 St. N3 PZN 16150859“ zulasten der AOK Nordwest vor. Das verordnete Arzneimittel mit der Füllmenge 40 mg/0,8 ml ist zurzeit nicht lieferbar. Es wäre aber zum Beispiel HUMIRA 40 mg/0,4 ml Injektionslösung im Fertigpen 6 St. N3 mit der Füllmenge 40 mg/0,4 ml lieferbar. Als Austauschkriterium bei Biologika hat der G-BA u. a. festgelegt, dass die Packungsgröße identisch sein muss. Bezieht sich dies nur auf die Stückzahl und die Einteilung in die N-Bereiche oder auch auf die Füllmenge der Pens?

Antwort

Die Definition der identischen Packungsgröße bezieht sich nur auf die Einteilung in einen identischen N-Bereich, die Füllmenge der jeweiligen Spritze hat darauf zunächst keinen Einfluss. Da beide Präparate mit 40 mg pro Spritze die identische Menge an Wirkstoff haben und in beiden Präparaten 6 Fertigpens enthalten sind, sind die Packungen nach Rahmenvertrag austauschbar. 
So wird es auch in der Lauer-Taxe angezeigt, wenn man das verordnete Arzneimittel eingibt und die Aut-idem-Suche gemäß Rahmenvertrag auswählt. Beide Arzneimittel sind auch Rabattpartner bei der entsprechenden Krankenkasse. Sie können also das alternative Arzneimittel beliefern. Denken Sie aber daran, die Patientin oder den Patienten bei einem Austausch hinsichtlich der eventuell unterschiedlichen Handhabung des Pens zu beraten und auch darauf hinzuweisen, dass die zu applizierende Menge abweicht (0,8 ml versus 0,4 ml).

Anmerkung

Die Beant­wortung der Fragen erfolgt im Rahmen kollegialer Hilfe.
Trotz größter Sorg­falt können wir auf­grund der teils kompli­zierten Sach­ver­halte keine Haftung über­nehmen.

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