Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Ende Februar die aktuellen Zahlen zu Frühsommer-Meningoenzephalitis(FSME)-Erkrankungen und Risikogebieten veröffentlicht. Demnach sind wieder drei neue Risikogebiete hinzugekommen.
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 36,1 Millionen Packungen Antibiotika im Wert von 792,1 Millionen Euro zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgegeben, was einem Anstieg von 18,4 % gegenüber 2022 entspricht und die Verordnungszahlen erstmals über das Niveau von 2019 vor der Pandemie hebt.
Besorgniserregend ist der Anstieg der Verordnungen von Reserveantibiotika um 21,0 % auf 15,7 Millionen Packungen. Obwohl ihr Anteil an der Gesamtzahl der Antibiotikaverordnungen seit 2020 mit 43,4 % relativ stabil blieb, könnte der erhöhte Einsatz dieser wichtigen Medikamente die Gefahr von Resistenzen verschärfen.
Deutlich erkennbar sind regionale Unterschiede im Verordnungsverhalten: Hamburg verzeichnete 2023 mit 328 Antibiotikaverordnungen je 1.000 GKV-Versicherte die niedrigste Rate, während das Saarland mit 539 Verordnungen je 1.000 GKV-Versicherte den höchsten Wert aufwies. Der Anteil der Reserveantibiotika an allen Verordnungen variierte zwischen 33,3 % in Bremen und 53,4 % in Mecklenburg-Vorpommern.
Beim Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung ist hingegen ein Abwärtstrend zu verzeichnen: 2023 wurden 529 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben, ein Rückgang von 2,1 % gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Wert seit Beginn der Erfassung 2011.
Die Entwicklung neuer Antibiotika stagniert allerdings, denn in den letzten zehn Jahren kamen nur acht neue antibiotische Wirkstoffe auf den Markt, und 2023 wurde kein neuer Wirkstoff entwickelt.
Angesichts dieser Entwicklungen ist ein indikationsgerechter und zurückhaltender Einsatz von Antibiotika essenziell, um die Wirksamkeit dieser lebenswichtigen Medikamente langfristig zu erhalten.
Die Arbeitshilfe unterstützt Apothekerinnen und Apotheker dabei, mögliche Mikronährstoffverluste durch bestimmte Medikamentengruppen zu erkennen. Die Übersicht zeigt auf, welche Mikronährstoffe bei Einnahme bestimmter Medikamente beeinträchtigt sein können, um präventive Maßnahmen zur Ergänzung zu empfehlen und die Gesundheit der Patientinnen und Patienten zu fördern.
Thema: Informationsmaterial für Patientinnen und Patienten
Pharmahersteller stellen zahlreiche Informationen zu ihren Produkten, zu den betreffenden Erkrankungen und zur Dokumentation eines Krankheitsverlaufs zur Verfügung, die den Patientinnen und Patienten im Rahmen eines Beratungsgesprächs mitgegeben werden können. Diese Servicematerialien reichen von Menstruationskalendern über Migräne- und Kopfschmerztagebücher bis hin zu Wegweisern durch die Erkrankung und Infos zu Ernährung und Bewegung.
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Unsere Frage lautete daher:
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