Wenn über Stressbelastung gesprochen wird, ist von negativem Stress, dem sogenannten Dis-Stress, die Rede. Denn nur dieser macht auf Dauer krank.

Typische Stresssymptome können sein:

  • Ständige Müdigkeit
  • Erschöpfung oder Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Anspannung

Stress ist für viele heute ein Dauerzustand. Zunehmende Arbeitsverdichtung, ein lautes Umfeld, Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie – das alles kann auf Dauer zu typischen Stresssymptomen führen. Stress kann aber auch selbstgemacht sein, z. B. durch ein gesteigertes Kontrollbedürfnis oder durch übertriebenen Perfektionismus – dies ist häufiger bei Frauen zu beobachten. Überhaupt scheinen Frauen etwas anfälliger für Stress zu sein, denn von den 30 Prozent aller Menschen, die ein „Stressgen“ besitzen, sind 70 Prozent Frauen. Doch das Gen allein sagt noch nichts darüber aus, ob jemand stressbedingt erkrankt.21

Entscheidend sind die individuellen Verhaltensweisen im Umgang mit Stress. Diese sogenannten Bewältigungsstrategien entscheiden darüber, ob das Stressgen aktiviert wird.22

Manche Menschen haben von Geburt an eine „dickere Haut“. Sie reagieren in stressigen Situationen gelassen und bleiben gesund. Andere müssen den Umgang mit Stress erst lernen, damit sie gesund bleiben. Dafür gibt es Mittel und Wege, beispielsweise psychologische Unterstützung oder auch Stressmanagementtrainings.

Im Rahmen des Beratungsgesprächs können Stressgeplagten auch folgende Tipps und Zusatzempfehlungen mitgegeben werden:

  • Hören Sie auf Signale Ihres Körpers: Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich gut tut und sorgen Sie für sich!
  • Beurteilen Sie sich nicht zu streng, niemand ist perfekt.
  • Entrümpeln Sie Ihren Terminkalender, befreien Sie eventuell auch Ihr gesamtes Umfeld von unnötigem Ballast.
  • Bringen Sie mehr Ruhe in Ihr Leben, legen Sie bewusste Pausen ein.
  • Schränken Sie Fernseh- und Computerkonsum ein – verbringen Sie stattdessen mehr aktiv-entspannte Zeit mit Freunden und Familie.
  • Erlernen und praktizieren Sie eine Entspannungstechnik, die zu Ihnen passt (z. B. Yoga, Autogenes Training oder Tai-Chi) oder auch Waldspaziergänge und Schwimmen.