2.1 Kriterien

Die Diagnose der Neurodermitis wird in der Regel durch die Anamnese und Inspektion der Haut gestellt. Eine sorgfältige Anamnese ermittelt auch die individuellen Triggerfaktoren der Neurodermitisschübe. So kann ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Ekzeme und potenziellen Auslösern ermittelt werden.

Darüber hinaus wurden verschiedene Haupt- und Nebenkriterien aufgestellt. Zu den Hauptkriterien zählen das typische Erscheinungsbild der Haut, Juckreiz sowie eine ausführliche Eigen- und Familienanamnese.

Neben den eigentlichen Krankheitssymptomen deuten meist charakteristische äußere Merkmale auf die Erkrankung hin (sogenannte Atopiestigmata). Hierzu gehören eine trockene Haut (Sebostase), eine dünnere seitliche Augenbrauenpartie (Hertoghe-Zeichen), eine doppelte Lidfalte unterhalb des unteren Augenlids (Dennie-Morgan-Falte) und die „paradoxe Gefäßreaktion“, bei der sich im Gegensatz zu gesunder Haut beim Kratzen nicht rote, sondern weiße Streifen bilden (weißer Dermographismus).